Monika Eckholts Premiere im Heimathaus
Bild: Tschackert
Zum ersten Mal präsentiert die Verlerin Monika Eckholt von diesem Sonntag an im Verler Heimathaus ihre Bilder.
Bild: Tschackert

 „26 Bilder werden es wohl“, sagt Monika Eckholt einige Tage vor der Vernissage. Davon, wohin sie welches Bild hängen will, hat sie schon recht konkrete Vorstellungen: „Wenn man erst vor Ort anfängt, sich Gedanken zu machen, dauert das ja ewig!“

Die 69-Jährige hat Erfahrung im Ausstellen und hat sich über die Stadtgrenzen hinaus einen Ruf als Künstlerin erarbeitet. Dabei ist die pensionierte Realschullehrerin vergleichsweise spät zur Malerei gekommen. Entscheidend war ihre Begegnung 2003 mit Andrea Köhn. Seit 2013 arbeitet Monika Eckholt bei ihr im Atelier in Bielefeld.

Die Ausstellung im Heimathaus, Sender Straße 8, wird am Sonntag, 5. November, um 11.30 Uhr eröffnet. Alle Interessenten sind willkommen.
Beide malen frei und gegenstandslos. Während viele Maler über naturalistische Darstellung den Weg ins Abstrakte finden, war das bei Monika Eckholt nie der Fall. Das freie Malen, ihre meist positive Energie in das eine Bild stecken – das war von Beginn an ihr Ding. „Natürlich hatte ich auch mal düstere Phasen“, räumt sie ein. Malen ist für sie hauptsächlich Beruhigung und Ausgleich. Eckholt beschäftigte sich zeitweise mit darstellender Malerei, „weil ich auch das können wollte“, und das Beherrschen verschiedener Techniken gehört zu ihrem Selbstverständnis von einer kompletten Künstlerin.

Ungewöhnlich früh hat Monika Eckholt ihre eigene Bildsprache gefunden. Diese hat sie in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten konsequent weiterentwickelt, unter anderem in zahlreichen Workshops. Bei der Gütersloher Künstlerin Maria-Anna Müller und bei Yvonne Schnellers hat sie Kurse belegt, regelmäßig auch bei Annette von Lucke. 2004 absolvierte die gebürtige Bielefelderin ein berufsbegleitendes Studienjahr bei der Dortmunder Künstlergruppe „Farbraum“, 2007 setzte sie es fort.

Ihre Bildsprache ist, mit Ausflügen in andere Sujets, das Abstrakte, in dem kräftige Farben dominieren. In Verbindung mit Kontrasten, Übergängen, Verläufen, Linien, Ebenen, Flächen und Kollagen erhalten ihre Bilder eine stofflich dichte Intensität. Monika Eckholt entwickelt stets einen in sich stimmigen Bildaufbau. „Mein Markenzeichen sind besondere Farbflächen“, stellt sie heraus.

Inspiriert wird sie zum Beispiel durch Reisen und Ausflüge. „Ich erlebe dann diese Zeit beim Malen noch einmal, nur auf eine andere Art“, erklärt sie. Das kann eine Installation auf der Dokumenta 2017 sein, ein Urlaubsfoto von einem Markt in Vietnam, wo Plastik-Kitsch angeboten wird, oder ein Baustellen-Bild von der Elbphilharmonie in Hamburg. Der besondere Blickwinkel Eckholts macht ihre Kompositionen spannend. 18 Mal hat sie bereits Werke in Einzel- oder Gruppenausstellungen gezeigt, etwa in Freiburg und auf Norderney.

SOCIAL BOOKMARKS