Noch keine Antwort auf Lärmschutz-Frage
Bild: Steinecke
Der Vorsitzende des Fußballclubs Sürenheide, Ulrich Trost, am vor zwei Jahren gebauten Kunstrasenplatz. Die Vergrößerung der Sportstätte stößt bei Anwohnern nach wie vor auf Kritik. Sie fürchten vor allem Lärmbelästigung.
Bild: Steinecke

Wie berichtet, sollen zwei Rasenplätze in Sürenheide verlegt werden. Nördlich des bestehenden Kunstrasenplatzes sollen sie ebenfalls als Kunstrasen angelegt werden. Ein Gutachten hatte bereits ergeben, dass an der nördlichen (Trakehner Straße) und östlichen Seite (Posener Straße) kein Lärmschutz notwendig ist. Anwohner der Posener Straße hatten sich damals auch gegen eine Wand oder einen Wall ausgesprochen, wie Beigeordneter Thorsten Herbst in der Ausschusssitzung sagte. Bei einer Anwohnerversammlung hätten sie lediglich gefordert, dass die Bepflanzung zur Sportstätte bei der Umgestaltung dichter werde. „Das haben wir auch so vor“, sagte Herbst.

Ganz anders sieht die Sache an der nördlichen Seite aus. Dort muss nach geltendem Recht eigentlich kein Lärmschutz angebracht werden. Vielmehr soll dort für mögliche Überschwemmungen eine Grünfläche mit Bepflanzung angelegt werden. Trotzdem prüft die Verwaltung, ob dort eine Wand gebaut werden könnte. „Das machen wir auf freiwilliger Basis, da wir ein vernünftiges Miteinander zwischen Anwohnern und Sporttreibenden behalten wollen“, sagte Beigeordneter Heribert Schönauer.

Bleibt nur die Frage, wie hoch eine Wand sein müsste, damit die Anlieger von dem Lärmschutz auch etwas haben. Höher als vier Meter solle das Bauwerk eigentlich nicht sein. „Ob das dann überhaupt etwas bringt, muss das Schallschutzgutachten klären“, so Schönauer. Das liegt aber wahrscheinlich erst zur Ratssitzung am Dienstag, 17. Oktober, vor.

Wird nördlich eine Lärmschutzwand gebaut, muss auch die Erweiterung des Walls auf westlicher Seite (Tannenbergstraße) als Mauer ausgeführt werden, da sonst nicht genug Ausweichfläche für den Hochwasserschutz vorhanden ist. Deswegen wurde die Entscheidung diesbezüglich auf die Ratssitzung vertagt.

Einige Anlieger hatten zudem gefordert, dass die Spielflächen kleiner als geplant angelegt würden und auf die Finnenbahn verzichtet werde. Zudem wollen sie den Bau zweier Beachvolleyball-Felder und die Erweiterung des Tennis-Platzes verhindern. Durch eine kleinere Gesamtfläche der Sportstätte erhoffen sie sich, dass die Lärmschutzmaßnahmen nicht so massiv umgesetzt werden müssen. Vielen Anregungen erteilte die Verwaltung in der Sitzung allerdings eine Absage. „Wenn wir schon 2,3 Millionen Euro investieren, sollten wir eine adäquate Sportstätte bauen“, sagte Heribert Schönauer. Dem stimmten auch die Lokalpolitiker so zu.

Erstmal soll aber nur ein Beachvolleyballfeld angelegt werden, die Fläche für ein zweites soll optional frei gehalten werden. Auch die Erweiterung des Tennis-Platzes soll erst erfolgen, wenn der Bedarf konkret ansteht. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, die Planungen so umzusetzen. Der Rat muss am 17. Oktober grünes Licht geben.

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