Rathaus-Anbau wird deutlich teurer
Bild: Steinecke
Dort, wo derzeit noch Sträucher wachsen und der Ratssaal steht, soll der Anbau ans Rathaus errichtet werden. Nach Abschluss der Planungen ist klar: Es wird ein teurer Spaß. Mit 4,1 Millionen Euro kalkuliert die Stadt.
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Auch dieses Projekt wird deutlich teurer als zunächst gedacht. Zumindest dann, wenn die Politik der Verwaltung folgt. Die hat in einer Beschlussvorlage mehrere Maßnahmen aufgelistet, die dafür verantwortlich sind, dass statt mit 3,3 Millionen Euro nun mit 4,1 Millionen Euro kalkuliert wird. Sieben Punkte sind es im Detail, die zu den Kostensteigerungen führen. Theoretisch ist es denkbar, dass im Ausschuss einzelne Posten gestrichen werden. Nachfolgend eine Übersicht.

1. Der Bau soll insgesamt um 134 Quadratmeter größer werden. In dem Zuge sollen auch Leitungen für Elektronik und Kältetechnik sowie Abdichtungen im Bestand optimiert werden. Der Preis dafür: 200.000 Euro.

2. Allein um sieben Prozent sind die Baukosten mittlerweile gestiegen. Die Wirtschaft brummt, die Handwerker wissen nicht, was sie zuerst und zuletzt machen sollen. Das schlägt sich auf die Preise nieder. Die Stadt erwartet Mehrkosten in Höhe von rund 240.000 Euro.

3. Um die Lüftungstechnik für den Anbau unterbringen zu können, muss die Raumhöhe im Kellergeschoss erhöht werden. Der Preis: 70.000 Euro.

4. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Das war bisher nicht geplant. 25.000 Euro soll das Kosten.

5. „Für die effiziente Ausnutzung der Archivflächen im Untergeschoss ist ein Rollregalsystem, welches sich bereits im Bestand des Rathauses bewährt hat, miteingeplant worden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die Laufschienen für das System müssten bei der Estrichlegung berücksichtigt werden und fließen deshalb bereits jetzt in die Projektkosten ein. Und zwar mit 100.000 Euro.

6. Auf den Etagen eins und zwei werden Büros aufgegeben, die künftig als Durchgang zum Anbau genutzt werden. Für die Umgestaltung plant die Verwaltung 25.000 Euro ein.

7. Die Umsetzung des Brandschutzkonzepts erfordert die Anpassungen bei der Verglasung im Treppenhaus sowie bei den Türen in den Fluren. Das kostet rund 40.000 Euro.

Sportlich dürfte die Parkplatzsuche während der Bauzeit werden. Architekt Karsten Schlattmeier hat ein Baufeld eingezeichnet, das 20 Stellflächen vorübergehend in Beschlag nimmt. Heißt: Rathausbesucher werden entweder mit dem Fahrrad anreisen oder aber zu Spitzenzeiten auf dem Marktplatz parken müssen.

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