Regen, Regen, Regen - Verler Tod 2017
Bild: Tschackert
Regen, Regen, Regen - Verler Tod 2017!
Bild: Tschackert

 „Wir sind jedes Jahr zum Verler Tod hier“, erzählt Roswitha Köhler im Gespräch mit der „Glocke“ von ihrer Tradition. Sie ist mit ihrem Mann Jürgen aus Mastholte in die Ölbachstadt gekommen. Das Ehepaar ließ sich nicht vom Regenwetter abbringen und konnte umso mehr die Tasse Kaffee und das Stück Apfelkuchen im Heimathaus genießen, als sich der feine Nieselregen draußen sich in Dauerbindfäden verwandelte. Trotzdem machte sich das Paar auch auf den Weg durch den Ortskern. „Die Stadt hat sich gemacht, jetzt, wo alles fertig ist“, so die Mastholter, die auf die abgeschlossene Straßenbaumaßnahme anspielten. Erstmals war die Hauptstraße während des Verler Tods gesperrt – schließlich wurden dort die historischen Traktoren des Pferde-Stärken-Clubs Gütersloh-Isselhorst ausgestellt. Auch wenn das Wetter bescheiden war, ein Hingucker waren die alten landwirtschaftlichen Maschinen auf der Hauptstraße allemal. So mancher kam sogar extra, um die Fahrzeuge in Augenschein zu nehmen. Heinrich Hanewinkel aus Rietberg-Bokel war so jemand, der mit seiner Frau Elisabeth Verl einen Besuch abstattete. „Wir sind das erste Mal zum Verler Tod hier“, erzählte das Paar gut geschützt unter dem Regenschirm, um dann weiter Richtung Wilhelmstraße zu schlendern.

Kinderkarussell dreht Runden meist ohne Fahrgäste

 Dort hatten sich einige Schausteller mit ihren Büdchen platziert. Wortwörtlich richtig im Regen stand vor allem das Kinderkarussell, dass einsam und meist ohne Fahrgäste seine Runden drehte. Deutlich besser frequentiert war der Stand der Energieberatung NRW, wo Verls Energieberaterin Ines Perscke und ihre Mitarbeiterin Lena Herzog Tipps und Tricks für energiesparendes Duschen parat hatten. „Die Leute fanden es vor allem gut, dass wir praktische Tipps geben und nicht gleich mit der großen kostenaufwendigen energetischen Sanierung um die Ecke kommen. Man kann auch im Kleinen sparen“, so Perscke. Sie rechnete interessierten Besuchern gleich einmal vor, wie viel Energie und letztlich auch Geld sich sparen lässt, wenn man eine Minute kürzer duscht oder den Wasserverbrauch mit einem Duschsparkopf reduziert. „Und unser Schwerpunkt passt ja auch zu dem Wetter“, scherzte die Energieberaterin und richtete den Blick gen Himmel. Und eine brachte sogar ein wenig Farbe ins triste Grau in Grau: Anja Drosdek mit ihrem Kinderschminken.

Geschäfte gut besucht

So überschaubar die Nachfrage bei den Aktionen draußen unterm Strich war, um so besser waren drinnen die Geschäfte an diesem verkaufsoffenen Sonntag besucht. Die Gleichung schlechtes Wetter, schlechte Umsätze ging in Verl nicht auf. Zeit, sich den Kunden zu widmen, Zeit für Beratung, das schätzten die Besucher – auch beim verregneten verkaufsoffenen Sonntag.

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