Stiftung erhält Zuschlag für neue Kita
Bild: Aundrup
In Harsewinkel betreibt die Von-Laer-Stiftung schon eine Kita in der ehemaligen Villa von Günther Claas. 2019 soll eine Einrichtung in Verl hinzukommen.
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„Die Zeit drängt“, sagt der Erste Beigeordnete Heribert Schönauer mit Blick auf den Starttermin. Die Stadt hat den Wunsch, dass der neue Kindergarten, es ist der 13. in Verl, im Sommer 2019 seinen Betrieb aufnimmt. „Die Kinder sind schon geboren und leben schon in Verl“, so Heribert Schönauer nach dem Beschluss im Jugendhilfeausschuss am Mittwochabend.

Zur Auswahl standen außer der Von-Laer-Stiftung die Awo und das DRK sowie das Kinderzentrum Kunterbunt. Man habe vier gute Bewerber gehabt, sagte der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Ferdinand Hollenhorst (CDU). „Die Entscheidung war knapp.“ Ausschlaggebend sei das Konzept der Von-Laer-Stiftung im Bereich Betriebskindergartenplätze sowie die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bielefeld gewesen, so Hollenhorst.

Die Option, dass die Stadt die Kindertagesstätte betreibt, habe zum Schluss keine Rolle mehr gespielt, so Heribert Schönauer. Ein Ziel sei die Trägervielfalt gewesen. Die Von-Laer-Stiftung ist bisher in Verl nicht vertreten. „Wir möchten einen möglichst hohen Standard“, sagte der Erste Beigeordnete, der im Rathaus für den Bereich Kindergärten zuständig ist.

Die Jungen und Mädchen sollen ordentlich betreut werden. Deshalb wird die Kommune auch bei der Von-Laer-Stiftung die Gelder übernehmen, die eigentlich der Träger für den Betrieb zahlen muss. 40.000 Euro macht das jährlich aus. Das gilt für anderen Kindergärten in Verl ebenso. Auch andere Kommunen verfahren so. Denn mit dem, was die Träger nach dem Gesetz für den Betrieb einer Tagesstätte erhalten, kommen sie derzeit nicht aus.

Wer sagt, er benötige diesen Zuschuss nicht, der „muss mir erklären, wem er etwas wegnimmt: den Eltern? Den Kindern? Den Erziehern? Oder den Dienstleistern wie den Essenslieferanten?“, erklärte Ferdinand Hollenhorst, der lange Vorsitzender des Trägervereins der Verler Kolpingkindergärten war.

Irgendwo müssten sonst Abstriche gemacht werden. In den nächsten Wochen soll nun ein Trägervertrag mit der Von-Laer-Stiftung ausgearbeitet werden. Parallel läuft die Suche nach einem Grundstück, das die Stadt für den Bau zur Verfügung stellen will. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagte Heribert Schönauer. Er hoffe, in Kürze Vollzug melden zu können.

Und dann muss noch geklärt werden, wer die Tagesstätte bauen soll. Unter anderem wird nun geschaut, ob das Land Fördergelder für den Bau der Einrichtung zur Verfügung stellt. Denkbar ist, dass die Stadt oder ein Investor die Einrichtung baut und dann vermietet. Oder Alternativ, dass die Stiftung selbst als Bauherr auftritt.

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