Windhose zerstört Vordach in Sekunden
Bild: Tschackert
Dort, wo Peter Zgit hinzeigt, stand bis Ostermontag noch eine massive Holzwand. Das 13,5 Quadratmeter große Vordach hat der Sturm zerlegt. Teile des Wellendachs liegen auf der angrenzenden Wiese verstreut.
Bild: Tschackert

Mischlingshund Moritz hat das Unglück offenbar vorausgeahnt. Jaulend versteckte sich der Vierbeiner Ostermontag im Wohnzimmer, kurz bevor das Unheil seinen Lauf nahm. „Es war nicht richtig dunkel, aber ein eigenartiges Licht. So richtig beschreiben kann ich das gar nicht“, erzählt Elke Zgit. Es gewitterte und ein paar Blitze zuckten vom Himmel. Elke und Peter Zgit saßen mit Freunden aus Gütersloh an der Kaffeetafel. „Ich bin aufgestanden und zum Wohnzimmerfenster gegangen, als plötzlich wie aus dem Nichts ein lautes Zischen zu hören war und so etwas wie eine Nebelwand aus westlicher Richtung durch den Garten rauschte“, beschreibt die 69-Jährige das Ereignis, das nur Sekunden gedauert hat. „Mehr als zehn Sekunden hat das nicht gedauert. Dann war alles vorbei!“

Auf den ersten Blick schien der Schaden nicht groß zu sein. Die Möbel der Terrasse waren durch den Garten gewirbelt worden und der Lamellenzaun war seitlich weggekippt. Das wahre Ausmaß offenbarte sich dem Ehepaar erst, als es durch die Garage in den Garten wollte. „Ich bekam die Tür gar nicht auf“, sagt Elke Zgit. Das war der Moment, an dem die Kaunitzerin ahnte, dass mehr kaputt gegangen sein musste als gedacht. Und tatsächlich: Das 13,5 Quadratmeter große Vordach hat der Wind weggerissen. Die massive Holzwand, die vor ungebetenen Besuchern im Garten schützen soll, liegt platt auf dem Boden. Die Satellitenanlage auf der Garage: umgepustet.

„Schwere Töpfe und Dachziegel lagen im Garten verstreut“, zählt Peter Zgit auf, der sich gleich an die Aufräumarbeiten machte. So tief der Schreck beiden in den Knochen sitzt, so fasziniert sind sie auf der anderen Seite von der Kraft der Naturgewalt. Verwundert ist das Paar, als es sich bei Nachbarn umsieht: „Nirgendwo ist etwas passiert. Bei unseren Nachbarn gegenüber steht selbst die Gartendekoration noch“, sagt der 66-Jährige.

Zwar hat vier Häuser weiter der Sturm eine transparente Wellplatte vom Dach einer Werkstatt gelöst, aber ansonsten sind dem Ehepaar keine weiteren Schäden bekannt. Ärgerlich ist für die Zgits, gar nicht mal der materielle Schaden, sondern die Arbeit, die sie haben. Die Versicherung wird höchstens einen Teil der Schäden übernehmen.

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