Asylbewerberin aus dem Assad-Clan
Bild: Kraneburg
Verärgert zeigt man sich in der Kreisverwaltung in Warendorf über den Fall einer prominenten Syrerin. Andere Behörden hätten die hiesige Ausländerbehörde besser informieren müssen.
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Dass sie dem Kreis Warendorf zugewiesen worden ist und die Behörde nicht über den speziellen Hintergrund informiert wurde, löst Verärgerung in der Kreisverwaltung aus.

Ihr Mann war ein Cousin des Machthabers Baschar al-Assad. 2014 wurde er von Rebellen getötet. Möglicherweise ist es später zu einem familieninternen Streit gekommen. Der Sohn wurde inhaftiert, nachdem er einen Offizier getötet hatte. Und der Zorn richtete sich auch gegen die Witwe. Es gibt Fotos, die die Mittvierzigerin angeschossen auf dem Rücksitz eines Wagens zeigen sollen.

Der Frau gelang die Flucht. Im August 2016 kam sie nach Deutschland, erst in eine Aufnahmestelle in Bad Berleburg, wo sie im September ihren Asylantrag stellte. Anfang des Jahres wurde sie dann dem Kreis Warendorf zur Unterbringung zugewiesen, ohne dass – und hier beginnt die Verärgerung innerhalb der Kreisverwaltung – die Bezirksregierung in Arnsberg die hiesige Ausländerbehörde über die Geschichte der Asylbewerberin informiert hat.

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