Erneut Gas-Probebohrung beantragt
Eine erneute Genehmigung für Probebohrungen im Kreis Warendorf hat die Firma Exxon-Mobil beantragt. Thema ist das am Freitag, 3. März, in öffentlicher Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags in Warendorf.

Antragsstellerin ist die Firma Exxon-Mobil Production. Betroffen sind Gebiete der Städte und Gemeinden Ahlen, Drensteinfurt, Ennigerloh, Everswinkel, Sendenhorst und Telgte – und damit etwa 25 bis 30 Prozent des Kreisgebiets.

Exxon hatte bisher schon eine Erlaubnis „zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken“. Diese Genehmigung für das Feld „Nordrhein-Westfalen Nord“ endet mit dem 13. März.

Der Antrag beinhaltet eine Verlängerung bis 2020. Das ursprüngliche Feld ist von 6600 auf jetzt knapp 2000 Quadratkilometer verkleinert worden. Das verbleibende Feld der Erlaubnis umfasst jetzt ausschließlich Bereiche mit Kohleflözgestein, aus denen gegebenfalls Gas ohne Anwendung der Fracking-Technologie gefördert werden könnte, heißt es in der Erläuterung.

Exxon möchte die Gewinnung des Methangases, das an Kohleflöze gebunden ist, im Rahmen eines Forschungsprojektes untersuchen. Es gehe dabei insbesondere um die Möglichkeit, das Gas ohne Fracking zu gewinnen. Die Aufsuchungserlaubnis reicht allerdings nicht aus, um Erkundungs- oder Probebohrungen zu beginnen. Dazu ist die Zulassung eines bergrechtlichen Betriebsplans erforderlich. In diesem Verfahren sind die Behörden wiederum beteiligt, beispielsweise die Untere Wasserbehörde.

Die Fracking-Methode, bei der Chemikalien in den Boden gepumpt werden, um das Erdgas aus den Flözen zu gewinnen, ist auf Bundesebene derzeit faktisch verboten. Einige Risiken, insbesondere für das Grundwasser, die bei der Fracking-Technologie existieren, seien aber auch bei der Aufsuchung von Erdgas ohne Fracking vorhanden. Die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbaubehörde hat den Kreis um Stellungnahme gebeten. Die Kreisverwaltung Warendorf schlägt vor, den Exxon-Antrag abzulehnen.

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