Gebäudesanierung: „Kirche schützt Klima“
Bild: Hübl
Stellten den neu eingerichteten Klimaschutzfond des Evangelischen Kirchenkreises Münster vor: (v. l.) Sabine Terhaar (Projekt Kirche schützt Klima), Superintendentin Meike Friedrich und Verwaltungsleiterin Marlies Fangmeier. In drei Jahren hat der Evangelische Kirchenkreis Münster in enger Zusammenarbeit mit der Organisation „fairPla.net“ das Projekt „Kirche schützt Klima“ entwickelt.
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Dabei fasste die Versammlung einen zukunftsweisenden Beschluss. Mit großer Mehrheit beschloss sie, einen Klimaschutzfonds im Rahmen des Projekts „Kirche schützt Klima“ einzurichten. Dazu werden zwischen 2013 und 2020 Mittel in Höhe von 930.000 Euro bereitgestellt. Der neue Fonds verfolgt das klimapolitische Ziel, den CO2-Ausstoß, der im Rahmen kirchlicher Arbeit verursacht wird, bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. „Wir Christen wissen, welch ein wunderbares Geschenk unsere Erde für uns ist“, so Meike Friedrich. Sie ist aber auch eine Verpflichtung. „Ich hoffe, dass dieser Beschluss viele Menschen ermutigt, sich in ähnlicher Weise zu positionieren und Verantwortung zu übernehmen.“ In drei Jahren hat der Evangelische Kirchenkreis Münster in enger Zusammenarbeit mit der Organisation „fairPla.net“ das Projekt „Kirche schützt Klima“ entwickelt. 27 Gebäude in 13 Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen wurden durch ein Ingenieurbüro, das vom Bundesministerium für Umwelt gefördert wurde, energetisch untersucht. Neun Gebäude befinden sich zurzeit in der Feinanalyse, so dass im nächsten Jahr mit der konkreten Umsetzung zu rechnen ist.

Finanzierungsmodell

Um die Kosten für die Arbeiten aufzubringen, hat das Projekt „Kirche schützt Klima“ ein Finanzierungsmodell ausgearbeitet, das aus zwei Bausteinen besteht. Zum einen sollen Sanierungsmaßnahmen durch Darlehn finanziert werden, die binnen zwölf Jahren aus den Einsparungen an Energiekosten zurückgezahlt werden sollen. Kann ein Teil nicht durch ein Darlehn abgedeckt werden, dann springt der Klimaschutzfonds ein. Nach Berechnungen des Kirchenkreises könnten so energetische Maßnahmen mit einer Investitionssumme von rund drei Millionen Euro in Kürze auf den Weg gebracht werden. „Durch eine Sanierung des Kreiskirchenamts könnten nach Berechnungen mehr als 60 Prozent an Energie eingespart werden“, erläuterte Sabine Terhaar vom Projekt „Kirche schützt Klima“. „Das wären 50 Tonnen CO2, eine Menge, die zum Vergleich bei 50 Flügen zwischen Münster und Teneriffa anfallen würde.“

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