Heinrich Windelen in Warendorf beigesetzt
Bild: Gabi Wild
Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert hielt die Trauerrede zur Beisetzung von Bundesminister a.D. Heinrich Windelen am 21. Februar in der Laurentiuskirche in Warendorf.
Bild: Gabi Wild

Windelen war am vergangenen Montag im Alter von 93 Jahren verstorben. Mehrere hundert Menschen, darunter viele langjährige politische Weggefährten des prominenten CDU-Politikers, nahmen an der Trauerfeier in der Laurentiuskirche und der Beisetzung auf dem Städtischen Friedhof teil. Unter den Gästen waren neben dem Bundestagspräsidenten als zweithöchstem Repräsentanten Deutschlands unter anderem der CDU-Vorsitzende in NRW, Armin Laschet, sowie Windelens Nachfolger als Wahlkreisabgeordnete im Bundestag, Dr. Peter Paziorek (Beckum) und Reinhold Sendker (Westkirchen).

Trauerredner würdigen Lebenswerk

Der Laurentius-Pfarrer, Kreisdechant Peter Lenfers, zelebrierte die Messe und würdigte in seiner Ansprache an die Familie und die Trauergäste insbesondere den Menschen Heinrich Windelen. Bundestagspräsident Lammert stellte die vorbildliche demokratische Einstellung des Parlamentariers, der 33 Jahre lang im Bundestag war, heraus. Bürgermeister Jochen Walter ließ die nachhaltige Verdienste des Ehrenbürgers um die Entwicklung der Stadt Warendorf Revue passieren. Alle drei Redner stellten die Bezüge zwischen der Biografie des „Schlesiers aus Westfalen“ und seinem vorbildhaften politischen Engagement heraus.

33 Jahre im Bundestag

Heinrich Windelen, 1921 in Bolkenhain (Schlesien) geboren, kam nach dem Zweiten Weltkrieg und anschließender amerikanischer Kriegsgefangenschaft als Heimatvertriebener nach Warendorf. Seit 1946 CDU-Mitglied, war er 1947 Mitbegründer der Jungen Union seiner neuen Heimatstadt Warendorf. Er wurde Kreistags- und Ratsmitglied und wurde 1957 erstmals in den Bundestag gewählt, dem er in Folge bis 1990 angehörte. Die Berufung in das Amt des Vertriebenenministers erfolgte 1969 in Anerkennung seines Engagements für seine Landsleute. 1981 übernahm er das Amt eines stellvertretenden Bundestagspräsidenten und wurde zwei Jahre später Minister für Innerdeutsche Beziehungen im Kabinett Kohl. 1991 wurde er von seiner Heimatstadt Warendorf zum Ehrenbürger ernannt.

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