Historische Kutschen verzaubern Publikum
Bild: Stock
In malerischer Umgebung präsentierten sich die historischen Kutschen mit ihren stilecht gekleideten Fahrern dem Publikum.
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Das durch die Fahrsportfreunde Ostenfelde nach 2013 und 2015 zum dritten Mal ausgeschriebene Traditions-Fahrturnier versetzte nicht nur das 1885 erbaute Landgestüt in die Epoche seiner Gründerjahre zurück. Auch die Gespanne passten in der pittoresken Altstadt viel besser zu den historischen Kulissen der Häuser als die oftmals lauten und nach Abgasen riechenden Autos und Lkw.

Positive Turnierbilanz

„Wir sind mit dem Verlauf des Turniers mehr als zufrieden. Das haben wir außer unseren engagierten Helfern und den teilweise von weither angereisten Teilnehmern auch dem nordrhein-westfälischen Landgestüt zu verdanken, das uns für die Präsentation und das Geschicklichkeitsfahren am Samstagmorgen sowie das Hindernisfahren am Sonntag die ideale Kulisse lieferte. Dass aber auch fast 50 Pferde in den Boxen des Landgestütes untergebracht werden konnten, ist ein ganz besonderes Zeichen dieser außerordentlich guten Zusammenarbeit zwischen Gestüt und uns Fahrsportfreunden“ bilanzierte Turnier-Chef Rolf Bette.

Bestätigt wurde das auch von Elke und Bernd Schnur aus St. Wendel im Saarland, die vierspännig mit einem Break de Chasse, einer großen Reisekutsche, vorgefahren waren. „Wir haben dem reinen Fahrsport Ade gesagt, das wurde ja immer verrückter. Bei diesem Traditionsfahren haben wir alles, was wir wollen – schön herausgebrachte Pferde, stilvoll gekleidete Menschen, herrliche Geschirre, Kutschen und Anspannungen. Und ein bisschen Sport ist ja mit den Überlandfahrten und Aufgaben auch dabei.“ Angespannt hatte das Team Schnur ein wahrhaft europäisches Gespann: einen Lipizzaner und einen Nonius aus Ungarn, einen Zweibrücker und ein polnisches Warmblut, alle in englischer Anspannung aus krakeliertem Leder.

Am Ende gibt es ein Picknick

Direkt nach der Präsentation, die von drei Richtergruppen getrennt bewertet wurde, ging es am Samstagmorgen in den Geschicklichkeitsparcours auf dem Paradeplatz und danach auf die Streckenfahrt, bei der die Fahrer ihre Fahrkünste bei fünf Aufgaben unter Beweis stellen mussten und eine vorgegebene Zeit einzuhalten hatten. Diese endete nach 13,5 Kilometern mit einem Picknick an der Alten Herrlichkeit.

Präsentation der Gespanne in der Innenstadt

Im Mittelpunkt des Samstagsprogramms stand am Nachmittag die Präsentation der Gespanne im Pferdeviertel der Altstadt. Über die Oststraße ging es zum Heumarkt, wo Pferde, Kutschen und Fahrer von Heinz-Hermann Hansmeier sachkundig vorgestellt wurden. Viele Zuschauer bewunderten die nostalgischen Gefährte mit den entsprechend gekleideten Fahrern, Beifahrern und Equipagen.

Am Sonntag ging es vormittags auf eine Ausfahrt ohne sportliche Ansprüche: „Dabei sollte die Losgelassenheit der Pferde gefördert werden. Nach Empfang und Picknick auf dem Sassenberger Marktplatz ging es dann wieder ins Landgestüt zurück. Mit dem Hindernisfahren endete unser wirklich gelungenes Traditions-Fahrturnier, das wir in zwei Jahren gern wieder aufleben lassen werden“ freuten sich Rolf Bette und sein Team. Das sahen auch alle Teilnehmer so, die nach den Wertungen für ihre Präsentation sowie die Leistungen auf der Streckenfahrt und im Hindernisfahren viele Punkte gesammelt hatten.

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