Knatsch in Warendorf: Feuerwehrchef geht
Archivbild: Stock
Unüberbrückbare Gegensätze über die notwendgen Investitionen in die Feuerwehr haben zum Bruch zwischen diese Herren geführt: (v.l.) Die Stellvertreter Christof Amsbeck und Hermann Josef Schwienhorst, Sachgebietsleiter Gustl Heitkämper, Bezirksbrandmeister Klaus Mönch (Münster), Bürgermeister Jochen Walter, der jetzt zurückgetretene Leiter der Feuerwehr, Josef Recker, und Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann.
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Wie Bürgermeister Jochen Walter am Donnerstagmorgen in einer Presseerklärung mitteilte, habe Stadtbrandinspektor Josef Recker seine Entscheidung, seine Amtszeit als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr vorzeitig zu beenden, in einem persönlichen Gespräch mit dem Bürgermeister bereits am 10. Februar mitgeteilt. Die Amtszeit von Recker, der bereits seit dem 1. Dezember 1996 Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf ist, beträgt noch zwei Jahre.

Meinungsdifferenzen

Seinen Rücktritt habe Recker begründet mit „unterschiedlichen Auffassungen in Verwaltung und Feuerwehr, wie den aktuellen und künftigen Herausforderungen an die Feuerwehr Warendorf zu begegnen ist“, heißt es in einer Presseerklärung. Die Klärung der sich daraus ergebenden wichtigsten Fragen „erfordere zusätzliches Engagement, das sich nicht mehr in Übereinstimmung mit seiner privaten Verantwortung für Familie und Firma bringen“ lasse, zitiert der Bürgermeister den Wehrführer.

Dank für Engagement

Walter nahm die Entscheidung „mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis“ und habe Recker Dank für die geleisteten Dienste ausgesprochen, wird betont. Bis zur Bestellung und Ernennung eines neuen Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf werde Recker sein Amt weiter ausüben. Voraussichtlich am 3. Mai 2012 wird dann der Rat der Stadt Warendorf einen neuen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr bestellen. Zuvor ist der Kreisbrandmeister Heinz Nordhoff gefordert, in einem Abstimmungs- und Anhörungsverfahren mit der aktiven Feuerwehr der Stadt Warendorf einen Nachfolger vorzuschlagen.

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  xx xx, xx 16.02.2012 16:42:03
Ich hätte es nicht anders gemacht!!!!
  xx xx xx, 17.02.2012 21:07:51
dem kann ich nur zustimmen. wer nicht hören will muss fühlen
  Thomas Neukötter, Beelen 17.02.2012 21:17:10
Es ist fast überall so, auf Versammlungen der Freiwilligen Feuerwehren loben die Kommunalpolitiker die Feuerwehren in höchsten Tönen, wenn es jedoch um die Beschaffung von notwendiger Ausrüstung geht, dann wird verschoben, nochmals beraten und wenn das alles auch nicht hilft, dann werden die Kameraden auf die schwierige Haushaltssituation der Kommune verwiesen. Das dann ein Leiter einer Feuerwehr keine Lust mehr hat, dürfte niemanden mehr verwundern. Rücktritte aus Führungsfunktionen der Feuerwehren werden noch weiter Schule machen, Warendorf und Beelen werden nicht die einzigen Kommunen bleiben in denen Feuerwehrkräfte ihr Amt zur Verfügung stellen. Es sei denn, es wird wirklich etwas für die Feuerwehren getan. Wer ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig ist, der kann von der Politik eine Ausrüstung verlangen die auf dem Stand der Technik ist. Das die Feuerwehren die in den Brandschutzbedarfsplänen aufgeführte Ausrüstung einfordern, dürfte selbstverständlich sein.
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