Als Motto hatte sich das Programmteam (aus jedem Amt war eine Frau dabei) Märchen gesetzt. Da saß sie nun, die Vorleserin (Manuela Kalthoff) mit ihrem großen Märchenbuch, und erzählte die Geschichte von dem gütigen König, der über 13 wilde Herzogtümer herrschte. Drei Töchter hatte der König, eine schöner als die andere. Und es trug sich zu, dass die Mädchen ins heiratsfähige Alter kamen. Für die Technik zeichnete Alfons Westbomke verantwortlich.
Landrat Dr. Olaf Gericke durfte in dem Märchen als Chef des Kreises Warendorf natürlich König sein. Er lud seine Herzoge (die Amtsleiter der Verwaltung) zum Wettstreit um die Gunst seiner drei hübschen Töchter, Prinzessin Helena (Kerstin Butz), Prinzessin Oleria (Inken Kleine-Eickhoff) und Prinzessin Dioptrina (Maren Böckmann), ein. Die erstgeborene Helena, schön wie der junge Morgentau und mit „Haaren so schwarz wie die Gesinnung ihres Vaters“, ging an Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke (Prinz Stefan „der Funkelnde“). Er hatte als einziger seiner Prinzessin den richtigen Schuh aus einem wahren Berg von „Tretern“ herausgesucht. Manchmal grobmotorisch, dann wieder in Sparversion, zeigten die Amtsleiter sehr viel Kreativität beim Äpfelschälen. Prinz Heinz-Jürgen (Müller), „der Natürliche“, ließ an seinem Apfel eine gute Portion Natur übrig, konnte sich aber nicht gegen Ronald (Fernkorn), „der Kulturliebende“, durchsetzten: Prinzessin Dioptrina (Maren Böckmann) wurde dem Kulturamtsleiter zugesprochen. Prinzessin Oleria (Inken Kleine-Eickhoff) schließlich „heiratete“ ihren Prinzen Bernd-Ulrich „der Bärtige“ (Dr. Bernd-Ulrich Linder, Leiter des Katasteramtes).
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Fehlte nur noch einer im Bunde, der König selbst, der unter die Haube gebracht werden musste. Als seine Gemahlinnen empfahlen sich Prinzessin Brigitte (Klausmeier, Sozialamt) „die Soziale“, Prinzessin Elke (Dr. Rehfeld, Gesundheitsamt) „die Gesundheitsliebende“ und Prinzessin Angelika (Schmiele, Rechnungsprüfungsamt) „die Streitlustige“. Holde Ehefrau wurde schließlich „die Streitlustige“. So ging ein lustiges Fest zu Ende, bei dem sich zeigte, dass in der Verwaltung nicht nur der Amtsschimmel wiehern kann.

