Kontrollen gegen reisende Einbrecher
Keine Aufregung: Die meisten angehaltenen Autofahrer ließen sich von den Polizeibeamten bereitwillig kontrollieren. 119 Fahrzeugführer waren es in den ersten zwei Stunden.

In Beckum, Everswinkel, Oelde und Ahlen-Dolberg hatte die Kreispolizeibehörde mobile Kontrollstellen eingerichtet. Bereits nach zwei Stunden hatten Polizeikommissar Tobias Hasenbach und seine Kollegen 119 Fahrzeuge an der Einfahrt zum Beckumer Tuttenbrocksee kontrolliert. Zur Unterstützung der hiesigen Polizeibeamten waren er und seine Kollegen von der Bereitschaftspolizei am Morgen aus Köln angereist. An den Autobahnabfahrten der A 1 suchten Beamte gezielt Fahrzeuge aus, die aus dem fließenden Verkehr angehalten wurden. Was folgte, war eine Kontrolle der Personen, Papiere und des Innen- und Kofferraums. „Diese Aktion richtet sich gegen sogenannte reisende Täter, die häufig aus Ost- und Südosteuropa stammen“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke bei seinem Besuch am Nachmittag. „Meist sind sie zu mehreren unterwegs und arbeitsteilig organisiert.“

130 Polizeibeamte im Einsatz

Rund 130 Polizeibeamte waren  im Kreis Warendorf zwischen 12 und 20 Uhr an dem Aktionstag gegen Wohnungseinbrüche beteiligt. Deren Zahl ist zwischen 2010 und 2011 landesweit um 5000 auf insgesamt 50 000 angestiegen. Tendenz steigend. „Im Kreis Warendorf ist die Zahl in 2012 um 20 Prozent angestiegen“, betonte der Landrat, der die genauen Zahlen in Kürze vorstellen wird. „Mit dieser Maßnahme wollen wir das Thema Wohnungseinbrüche an die Öffentlichkeit bringen“, stellte Kriminalrätin Heike Pape als Einsatzleiterin fest. Die meisten kontrollierten Autofahrer nahmen es gelassen, wie ein junger Mann aus Polen, der gerade von seiner Arbeitsstelle in Rheda-Wiedenbrück kam. Bereitwillig stand er den Beamten Rede und Antwort und ließ seinen Wagen kontrollieren. „Das Werkzeug brauche ich für das Auto“, erklärte er auf Nachfrage. Da die Personenüberprüfung nichts Negatives ergab, konnte er seine Fahrt fortsetzen. Für einen Mann war die Fahrt am Kontrollpunkt jedoch zu Ende, erklärte Markus Bode, der Einsatz-Abschnitts-Führer. „Er wurde wegen einer nicht bezahlten Strafe per Haftbefehl gesucht und den haben wir gleich vollstreckt.“

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