Leichtigkeit beim Umgang mit dem Tod
Bild: Knöpker
Überrascht von den vielen positiven Reaktionen auf die Karikaturen-Ausstellung „Wer bis zuletzt lacht, lacht am besten“ sind (v. l.) Johannes Horstmann, Margret Becker, Hans-Jürgen Fürstenau und Ulla Tewes. Zu sehen ist die Ausstellung in Ahlen, Nonnengarten 10.
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Mit Unterstützung von Heinz Hinse hat der krebskranke und 2009 verstorbene Karl-Horst Möhl aus Heidelberg Karikaturen zu bestimmten Themenbereichen gezeichnet. Die mehr als 30 Exponate sind von dem Verein Oelder Kulturschaffender gerahmt und gehängt worden. Seit acht Jahren sorgen die Künstler für die Ausgestaltung des Eingangsbereichs des stationären Hospiz. „Wer bis zuletzt lacht, lacht am besten“ heißt das Buch zur Ausstellung, das Humor am Krankenbett und in der Palliative Care thematisiert. „Die Zeichnungen sind nicht pietätlos, sie haben eine Schwelle überwunden“, beschreibt Johannes Horstmann den großen Erfolg der Präsentation. „Sie erschrecken nicht, tragen vielmehr zur Leichtigkeit beim Umgang mit dem Tod bei“, sagt der Ehrenamts-Koordinator. Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung hatte Heinz Hinse vor vielen Jahren den an Kehlkopfkrebs erkrankten Karikaturisten und Lokalredakteur Karl-Horst Möhl kennengelernt. Hinse bezeichnet die Zusammenarbeit mit ihm als ein berührendes und bereicherndes Erlebnis. „Das Sprechen fiel ihm immer schwerer, aber mit seinen Augen konnte er ausstrahlen, was trotz der spürbaren Nähe zum Tod an Lebensfreude und Liebenswürdigkeit geblieben war.“ Er habe gezeigt, dass Humor auch ein Weg ist, mit dem Tod umzugehen, auch wenn ihn nicht viele gehen könnten. Die außergewöhnliche Ausstellung ist montags bis freitags 9 bis 12.30 Uhr und montags bis donnerstags 14 bis 16 Uhr im Nonnengarten 10 in Ahlen zu sehen. Ab Dezember geht „Wer bis zuletzt lacht, lacht am besten“ als Wanderausstellung durch die einzelnen Hospizgruppen im Kreis.

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