Selbsthilfe für pflegende Angehörige
Bild: Baumjohann
Wollen pflegende Angehörige in Selbsthilfegruppen zusammenbringen: (v. l.) Daniela Rehnen, Lena Bringenberg, Lisa Heese und Sabine Tenambergen.
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 Mit Unterstützung des Landes NRW und der Pflegekassen wird am Selbsthilfekontaktzentrum des Paritätischen in Warendorf, Waterstroate 6, ein Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe ins Leben gerufen. Die Sozialarbeiterin und gelernte Altenpflegerin Sabine Tenambergen wird das Kontaktbüro leiten, in der Sachbearbeitung des Projekts ist Daniela Rehmen tätig. „Die Herausforderung ist es, Menschen zusammenzubringen, wenn sie jemanden zu Hause haben, den sie nicht alleine lassen können“, weiß Sabine Tenambergen. Auch deshalb wolle man in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern auf lokale Angebote mit kurzen Wegen setzen: „Eine Herausforderung in einem Flächenkreis wie dem Kreis Warendorf.“ In den kommenden Monaten sollen unter anderem durch die direkte Befragung pflegender Angehöriger Bedarfe ermittelt werden, um Selbsthilfegruppen an verschiedenen Orten erfolgreich starten zu können. Schon jetzt aber gibt es feste Sprechzeiten. An jedem Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr ist Sabine Tenambergen im Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe erreichbar. „Darüber hinaus sind natürlich individuelle Terminabsprachen möglich“, betont sie. Rund 640 000 pflegende Angehörige gebe es in NRW, weiß Lena Bringenberg. „Sie wurden bislang wenig unterstützt“, ist die Kreisgruppen-Geschäftsführerin des Paritätischen überzeugt. Dem soll mit dem zunächst bis Mai 2020 befristeten Modellprojekt „Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe“ entgegengewirkt werden. Neben der Vernetzung mit Kooperationspartnern wird sich das Kontaktbüro auch um die Beantragung, Verteilung und Abrechnung von Fördergeldern für neue Pflege-Selbsthilfegruppen kümmern und so die pflegenden Angehörigen, die sich ein Treffen in einer Selbsthilfegruppe wünschen, den organisatorischen Aufwand allerdings nur schwer leisten können, entlasten.

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