„Nur eine klassische Wertstofftonne mit Beibehaltung des Sacks würde keinen Sinn machen“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft, Thomas Grundmann. In der Tonne dürften dann aber auch Alteisen, -holz und Kunststoffteile wie die alte Puppe oder das ausgediente Bobby-Car landen. Wichtig ist den Bürgermeistern eine Einführung des neuen Sammelbehälters unter kommunaler Kontrolle. Abzuwarten ist allerdings das in Kürze erwartete Wertstoffgesetz. Grundmann: „Wir wollen verhindern, dass sich private Entsorger auf die Art einmischen, dass sie sich die Rosinen herauspicken.“ Die Verträge mit den Entsorgern des Dualen System Deutschland (DSD) laufen noch bis Ende 2015, so dass sich eine Neuordnung erst für 2016 andeutet. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft möchte die neuen – gelben - Tonnen stellen. Das DSD, so Grundmann, werde eine finanzielle Beteiligung der Kommunen fordern (bisher arbeitet das DSD in Eigenregie).
Dies könnte die Entsorgungskosten für die Bürger im Kreis Warendorf verteuern – etwa um drei Euro pro Kopf und Jahr. In diesem Zusammenhang lag gestern den Bürgermeistern bei ihrem Treffen bei der AWG in Ennigerloh ein Infas-Gutachten zur Kostenreduzierung vor. „Mit 66,22 Euro pro Kopf und Jahr liegen wir sehr günstig – in vergleichbaren Landkreisen belaufen sich die Kosten auf 82,35 Euro“, erläuterte der Sprecher der Bürgermeister, Dr. Uwe Strothmann, warum das Gutachten nur recht überschaubare Synergieeffekte im Rahmen von 1,50 bis 4,50 Euro pro Kopf und Jahr ausweist. Die Vorschläge reichen von einer Zentralverwaltung für den Abfall, die beim Kreis angesiedelt wird, bis zum Vier-Wochen-Intervall bei der Abfuhr. Diese Regelungen liegen in den Händen der einzelnen Kommunen. Dass es daher kurzfristig zu einer Einheitsregelung komme, hält Dr. Strothmann für eher unwahrscheinlich – langfristig sei das aber nicht auszuschließen.
|
|

