20 Folien in 400 Sekunden
Bild: Voss-Loermann
Dem „Wilden Geplapper“ stellten sich im Autohaus Ostendorf in Ahlen unter anderem (v. l.) Robert Kleinschmidt (BVMW), Hans Jürgen Tröger (Stadtwerke), Thorsten Dreps (Büro-Golf-Team), Thomas Heuser (Herotec), Peter Schmidt (Pro Ahlen), Hausherr Timm Ostendorf, Olga Berg (LR Health and Beauty), Ralf Spohn (Kunststofftechnik Ahlen) und Andreas Stapel (Stapel GmbH).
Bild: Voss-Loermann

Eingeladen hatte der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Münsterland gemeinsam mit Pro Ahlen. BVMW-Cheforganisator Robert Kleinschmidt und Pro-Ahlen-Vorsitzender Peter Schmidt erklärten eingangs die Regeln des japanischen „Pecha Kucha“, zu deutsch „Wildes Geplapper“, denen sich die Vortragenden zu unterwerfen hatten. 20 Folien zu präsentieren, wobei eine nicht länger als 20 Sekunden gezeigt werden dürfe, lautete die Herausforderung. Kein Vortrag sollte also länger als sechs Minuten und 40 Sekunden sein.

Er hasse das „betreute Lesen“, das meist in Power-Point-Präsentationen stattfinde, bekannte sich Hausherr Timm Ostendorf zur Sprint-Version und startete seinen in 20-Sekunden-Abschnitte geteilten kurzweiligen Ausblick in die „Automobile Zukunft“ als Zweiter nach Stadtwerke-Chef Hans-Jürgen Tröger, der das E-mobile-Engagement seines Hauses in den Vordergrund stellte. Beide wie alle folgenden Referenten nutzten das schnelle Referat auch dazu, knackige Werbeblöcke in eigener Sache einzuschieben, was der Unterhaltung keinen Abbruch tat und das Auditorium mit Lachern belohnte.

Ob das autonom fahrende Auto der Zukunft ein Wellnesstempel oder ein Heimkino werde, könne er nicht sagen, so Ostendorf. Mercedes jedenfalls stelle sich darauf ein, ab 2022 zehn voll elektrisch betriebene Modelle auf den Markt zu bringen. Auf die ganz andere Seite der Automobile gewährte Thomas Franz einen Einblick. Oldtimer als Wertanlage waren das Thema des Spezialisten für französische Enten-Vehikel von gestern und vorgestern. Wer Wertvolles mit Steigerungspotenzial für seine Garage wünsche, der müsse auf Mercedes, VW-Bulli oder Enten und andere Citroen-Fahrzeuge ab den 1950er-Jahren setzen. Chromglänzende Oldtimer aus den 1920er-Jahren hingegen verlören derzeit rasant an Wert.

Es folgten Kurzvorträge zu den Themen E-Bikes, Aloe Vera, Recycling, Bürogolfen, Industrieklettern und Wärmebodentechnik. Netzwerken, etwas Lernen und sich dabei gut unterhalten war für die geladenen Mittelständler aus Ahlen und Umgebung die klare Intention des Abends. Deshalb traf man sich im Anschluss zum Meinungsaustausch über das Gehörte mit den Referenten bei Getränken und Häppchen.

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