Brand eines Bauernhaus: Ursache noch unklar

Durch einen Dachstuhlbrand ist ein Bauernhaus in Ahlen an der Drensteinfurter Straße 11ß am Samstagmorgen vernichtet worden.

Bilder: Kessing

In den Morgenstunden war die 58-jährige Hofbesitzerin durch das Bellen ihres Hundes geweckt worden. Anschließend schlug laut Mitteilung der Feuerwehr ein Rauchmelder Alarm. Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Drensteinfurter Straße 110 gegen 5.20 Uhr stieg dichter Qualm aus dem Dachstuhl.

Die Feuerwehr setzte beim ersten Angriff ihr Schneidlöschsystem Cobra ein, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Unter Atemschutz drangen Löschteams über die Drehleiter und den Korb des Multifunktionsfahrzeugs zum Brandherd vor und versuchten durch Öffnungen im Giebel mit Druckluftschaum das Feuer einzudämmen. Da zwischen Stallungen und Wohnhaus keine Brandwand vorhanden gewesen sei, sei es Ziel der Feuerwehr gewesen, ein Übergreifen der Flammen auf den Wohntrakt zu verhindern, sagte Wehrführer Walter Wolf gegenüber unserer Zeitung.

Bis auf leichte Wasserschäden sah es zunächst auch danach aus, als wenn dies gelingen könnte. Doch auf dem mit Stroh und Heu bepackten Dachstuhl flackerten immer wieder Glutnester auf, an die die Feuerwehr nicht herankam. Es war für die Hilfsmannschaften zu gefährlich den einsturzgefährdeten Dachboden zu betreten.

Erst als der Tiefbauunternehmer Hubert Becklönne mit einem Bagger anrückte, wurde das ganze Ausmaß des Feuers sichtbar. Nach und nach wurden aus Sicherheitsgründen Teile des Dachstuhls und Mauerwerks eingerissen. Mit Hilfe von Nachbarn wurde schließlich das Wohnhaus leergeräumt, weil Einsturzgefahr bestand.

Im Einsatz waren die Züge der Hauptwache, der Feuerwache Süd und aus Vorhelm mit rund 60 Kameraden. Die Wasserversorgung wurde über eine Saugstelle an der Werse am Hof Post sichergestellt. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Tiere befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in den Stallungen. Die Pferde hatten die Nacht auf eine Weide verbracht.

Die Stadtwerke kümmerten sich um die Stromversorgung auf den Nachbarhöfen. Diese war auf mehreren Höfen in der Nachbarschaft ausgefallen. Brandermittler der Kripo haben die Untersuchungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen.

Ausführlicher Bericht in der Montagausgabe des „AT“.

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