Fördertürme im Lichterglanz
Bilder: Lohmann
Um die Lichttechnik kümmerten sich Rolf Arno Specht (l.), Mareike Helbing (Mitte) und Wolfgang Schubert.
Bilder: Lohmann

Das Team vom „Lichtwechsel Ruhr“ machte den „Förderturm im Advent“ möglich. Mehr als 20 Scheinwerfer strahlten die sonst eher tristen Stahlträger an. Auf der Plattform in rund 40 Metern Höhe leuchteten die Seilscheiben. Gute zehn Meter höher machten 960 LED-Lichter in Form eines Tannenbaums auf Schacht 1 klar, dass Weihnachten vor der Tür steht. Es ist das Fest der Liebe.

Grund genug für Danzer und Brehme vom „Förderverein Fördertürme Ahlen“, mit interessierten Gästen die 204 Treppenstufen zu erklimmen und ein Stück Sehnsucht zu stillen. Für viele ihrer Gruppe hingegen war der Förderturm Neuland. Faszination braucht Zeit. Doch Danzer machte es ihnen leicht, beeindruckte mit imposanten Zahlen in der Skip-Schaltanlage. Hier förderten die Bergmänner mit nur einem Gefäß 16 Tonnen Steinkohle. Mit rund 60 Kilometern pro Stunde brausten die Behälter in die Tiefe.

Pure Zechenromantik erzeugten am Samstagabend die beiden beleuchteten Ahlener Fördertürme.
Einige Besucher inspizierten mit Taschenlampen die alten Knöpfe der Schaltpulte. Oben angekommen stimmte Musiklehrer Alexander Ort mit der Trompete das Steigerlied an. Das ist Weihnachten ganz nach dem Geschmack der ehemaligen Kumpel. Scheinbar zogen sie die Zuschauer mit in ihren Bann. Sie zückten Handys und Kameras, hielten den Moment fest.

Nach einer Viertelstunde Aufenthalt ging es nach unten. Der Geruch von Glühwein und Bratwurst von der Projektgesellschaft Westfalen lockte wieder in die Tiefe. Nur das Technik-Team musste darauf verzichten. Sie fuhren zum Hochhaus am Stockpiper 26. Vom Dach bot sich ein freier Blick auf das alte Bergwerk. Professionelle Fotos sollen auch die nächsten Generationen an die Geschichte des Ahlener Grubengolds erinnern.

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