Gesamtschule sagt 110 Kindern ab
Bild: Kemper
284 Anmeldungen auf 174 Plätze in der zukünftigen Jahrgangsstufe fünf waren 110 zu viel: Die Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen muss 110 Kindern absagen.
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Die Fritz-Winter-Gesamtschule richte jedes Jahr sechs Klassen ein, heißt es in einer Mitteilung. Die Obergrenze je Klasse liege aktuell in Nordrhein-Westfalen für Gesamtschulen bei 29 Schülern je Klasse.

„110 Mädchen und Jungen, das sind vier Klassen. Mir tut es um jede Absage leid“, sagt Schulleiter Alois Brinkkötter, dem die nicht leichte Aufgabe obliege, die Absagen auszusprechen. Über die Auswahlkriterien sei bei allen Informationsveranstaltungen im Vorfeld umfassend informiert worden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach Beurteilung der eingereichten Härtefallanträge seien drei Leistungsgruppen gebildet worden. Leistungsgruppe eins umfasse die Halbjahreszeugnisse mit einem Notendurchschnitt von 2,0 und besser. Leistungsgruppe zwei beinhalte jene mit einem Notendurchschnitt von 2,4 und besser. Die übrigen Anmeldungen würden der Leistungsgruppe drei zugeordnet. Seien in einer Gruppe mehr als ein Drittel der freien Plätze, finde ein Losverfahren statt.

Inzwischen seien das Auswahlverfahren abgeschlossen und die Post den Elternhäusern zugestellt worden. In diesem Jahr habe es zwei Losverfahren gegeben, da sowohl in der Leistungsgruppe drei als auch in der Leistungsgruppe zwei mehr als ein Drittel der zur Verfügung stehenden Plätze gewesen seien. „Das Losverfahren innerhalb der einzelnen Leistungstöpfe ist vom Schulgesetz so vorgeschrieben und völlig unabhängig vom Ansehen der jeweiligen Person. Es ist ein faires Verfahren“, so Brinkkötter.

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