Julia Hanne mit Medienpreis ausgezeichnet
 Bild: Raum11/Jan Zappner.
Ausgezeichnet: Auf dem dritten Platz in der Kategorie Fernsehen des Kausa-Medienpreises sind Julia Hanne (l.) aus Ahlen und Anne von Petersdorff (Lüdinghausen) mit ihrem Film „Bildung ohne Grenzen“ gelandet.

Bild: Raum11/Jan Zappner.

In dem bislang unveröffentlichten Film wird der ungewöhnliche Lebens- und Bildungsweg von Julia Hanne, Kind einer aramäischen Flüchtlingsfamilie, erzählt. Die 26-Jährige ist in Ahlen aufgewachsen und hat eine akademische Bilderbuchkarriere hingelegt, die offenbart, dass ein Migrationshintergrund nicht unbedingt ein Stolperstein sein muss – das Porträt einer jungen, ehrgeizigen Frau, die ihre Wurzeln in Deutschland hat, aber inzwischen in der ganzen Welt zu Hause ist. Sie absolviert zurzeit ein Praktikum bei Amnesty International in New York.

Talentierte Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Kausa-Medienpreis in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben – für Beiträge, die sich dem Thema „Bildungswege von Migrantinnen und Migranten“ unvoreingenommen und differenziert genähert haben. „Wir haben heute eine Riege talentierter Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ausgezeichnet, die allesamt unter Beweis gestellt haben, dass man der Migrationsdebatte neue Anstöße geben kann, indem man genau hinschaut und die vielen, oftmals medial nicht sichtbaren Beispiele erfolgreicher Integration in den Mittelpunkt der Berichterstattung stellt“, so BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen bei der Preisverleihung in Berlin.

30.000 Preisgelder für Gewinner

Die mit Journalisten und Medienexperten besetzte Jury hatte vorher aus 173 Einsendungen die besten Beiträge in den Bereichen Print/Online, Hörfunk und Fernsehen/Multimedia ausgewählt. „Da Medien häufig über Misserfolge bei der Integration berichten, ist es umso wichtiger, dass die Positivbeispiele in die Öffentlichkeit getragen werden. Die von uns prämierten Journalistinnen und Journalisten haben mit ihren Berichten und Reportagen wesentlich dazu beigetragen“, sagte Quennet-Thielen.

Die Gewinner können sich über Preisgelder in Höhe von 30 000 Euro freuen.

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