Kaulig: Gebet und Glauben verstärkt einüben
Bild: Kessing
Vor großen Aufgaben, nämlich der Umstrukturierung der katholischen Pfarrgemeinden in Ahlen, steht Pfarrer Dr. Ludger Kaulig, der seit 100 Tagen in Ahlen im Amt ist.
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 „AT“: Herr Dr. Kaulig, welche Eindrücke haben Sie von der Stadt und den hier lebenden Menschen gewonnen?

 Dr. Kaulig: Ich erlebe Ahlen als eine sehr vielfältige und bunte Stadt, in der es sich gut leben lässt. Global etwas über die Menschen zu sagen, ist immer schwierig, aber in dieser doch recht kurzen Zeit hatte ich bereits viele schöne Begegnungen und gute Gespräche. Die Atmosphäre erlebe ich insgesamt als offen und freundlich.

 „AT“: Wie wichtig sind die neuen Medien für Sie in Ihrer täglichen Arbeit? Und wie kann die katholische Kirche das Internet und die sozialen Netzwerke für sich und ihre Botschaft nutzen?

Dr. Kaulig: Die neuen Medien gehören mittlerweile zum selbstverständlichen Arbeitsgerät; der Ausfall eines PCs behindert sofort unsere Arbeit. Eine Gemeinde-homepage oder etwa eine Firmvorbereitung, in der Terminabsprachen und auch inhaltlicher Austausch über Facebook laufen, werden immer selbstverständlicher. Gerade deshalb dürfen wir keine Wunder, auch keine Bewunderung dafür erwarten, wenn wir als Gemeinde und als Kirche insgesamt dort präsent sind. Eine Verweigerung demgegenüber wäre ein Stück Selbstisolation – nicht mehr und nicht weniger.

 „AT“: Zitat Papst Benedikt XVI.: „Der Glaube will ausgesprochen und weitergesagt werden. Nur so bleibt er lebendig!“ Warum fällt es immer mehr Christen schwer, sich öffentlich zu ihrem Glauben zu bekennen und auch dafür einzutreten?

Dr. Kaulig: Mir scheint, unser Problem setzt schon viel früher an. Vielen Menschen in unserem Kulturkreis fällt es schwer, überhaupt über ihren Glauben zu sprechen – ob mit Fremden oder Freunden, sogar in der eigenen Familie. Dieser elementare Austausch muss – wie übrigens auch das gemeinsame Gebet – verstärkt eingeübt werden; dann fallen auch solche Lebensäußerungen des Glaubens in der Öffentlichkeit leichter.

Lesen Sie das ganze Interview in der Samstagausgabe.

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