Mehr Freiheiten für Radfahrer
Bild: Wittmann
Die Wallstraße in Ahlen (links die Marienschule) ist eine Einbahnstraße. Künftig darf sie von Radfahrern auch in der Gegenrichtung befahren werden. Ein Schutzstreifen wird noch ausgewiesen.
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Und nicht nur dort: Auch in weiteren vier Straßen im Kern Ahlens dürfen dann Radfahrer Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung befahren.Damit soll die Durchgängigkeit der Innenstadt für Radfahrer erhöht werden.

Da nicht überall Platz für den Bau eines Radwegs ist, es aber immer mehr Radfahrer gibt, gelten künftig neue Verkehrsregeln für die Straßen Nordenmauer, Ostenmauer und Holzweg sowie für Wallstraße und Moltkestraße. Sobald die Schilder „Radfahrer frei“ montiert und die Piktogramme auf den Straßen aufgebracht sind – das ist laut Robert Reminghorst (Gruppenleiter Stadtentwässerung/Straßenbau) nur bei gutem Wetter möglich – müssen sich auch Kraftfahrer umgewöhnen. Nicht nur, dass ihnen dann in den fünf genannten Straßen Radfahrer entgegenkommen können, sondern das Tempo wird dort auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert, um ein reibungsloses Miteinander zu gewähren (auf der Wall- und Moltkestraße sind derzeit noch 50 Kilometer pro Stunde erlaubt).

Auf der Nordenmauer, der Wall- und Moltkestraße werden zudem auf der Fahrbahn 1,25 Meter breite Schutzstreifen (gestrichelte Linien) für die Radfahrer eingerichtet, die entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung unterwegs sind. Wenn Autofahrer Radfahrer überholen wollten, müssten sie einen Abstand von 1,50 Meter einhalten; ginge das nicht, müssten sie langsam hinter dem Rad herfahren, macht Stadtplanerin Angelika Schöning auf die Verkehrsregeln aufmerksam. Die Öffnung der Einbahnstraßen sei, so Mentz, ein Umsetzungsbaustein aus dem „Pedahlen“-Projekt. Ausgenommen von den Neuerungen seien die

 Gerichtsstraße (dort gibt es einen Radweg auf dem Hochbord) sowie die Bahnhofstraße, die laut Schöning noch eine Verbesserung erfahren soll. Zu Verbindung Bahnhof – Innenstadt erläutert Mentz, dass die derzeitige Lösung für Radfahrer keine gute sei. Weitere Bausteine seien die Südspange (vom Kunstmuseum bis zum Gebrüder-Kerkmann-Platz) und der Knotenpunkt Übergang Oststraße zum Gebrüder-Kerkmann-Platz (Bahnunterführung). Die geplanten Maßnahmen zum Radwegekonzept müssten bis Ende 2018 umgesetzt sein. Die Stadt sei in ein Bundesförderprogramm aufgenommen worden. Die Gesamtkosten von knapp 600.000 Euro werden laut Mentz mit 40 Prozent bezuschusst.

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