Neues Ahlener Hallenbad ohne Sprungturm
Bild: planteam Ruhr, Gelsenkirchen
Der Vorentwurf für den Eingangsbereich des neuen Funktionshallenbades: freundlich, hell und mit vielen Fenstern versehen. Ob dort in Zukunft auch wirklich zwei Palmen stehen, wollte Hans Jürgen Tröger noch nicht verbindlich zusichern.
Bild: planteam Ruhr, Gelsenkirchen

Bis zur Entscheidung am Freitag war hinter den Kulissen lange diskutiert worden. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, unterstrich Hans Jürgen Tröger, Geschäftsführer der Stadtwerke Ahlen, ausdrücklich. Insbesondere die Überlegungen zum Sprungturm seien eingehend diskutiert worden. Zumal damit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden gewesen wären. 

„Der reine Sprungturm selbst hätte zwar nur 120.000 bis 150.000 Euro gekostet“, rechnete Tröger vor. Doch durch notwendige Veränderungen beim Beckenaufbau wären die Zusatzkosten auf insgesamt 420.000 Euro angestiegen. Durch die Sprunganlage wäre beispielsweise ein ganz anderer Beckenaufbau notwendig gewesen. Statt einer durchgängigen Tiefe von zwei Metern  in dem neuen Schwimmbecken, wäre im Bereich des Sprungtrums eine Tiefe von 3,8 Metern erforderlich gewesen. „Hochgerechnet auf 25 Jahre hätten wir mit Mehrausgaben für Betriebs- und Kapitalkosten von 800.000 bis 900.000 Euro rechnen müssen“, so Tröger.  Natürlich sei es schön, wenn man einen Sprungturm habe, aber die Kosten-Nutzen-Analyse müsse dabei stimmen. Und das wäre bei dem Neubau nicht der Fall  gewesen.

Gesamtkosten in Höhe von 8,6 Millionen Euro 

Die Investitionssumme bezifferte Tröger mit rund 7 Millionen Euro. Eine wichtige Vorgabe sei dabei, den Verlust des Hallenbades dauerhaft unter zwei Millionen Euro pro Jahr zu halten. Und an diesen Ratsbeschluss vom 17. November 2005 wolle man sich auf jeden Fall halten.

„Zusätzlich fallen noch einmalige Aufwendungen an“, erläuterte Tröger, die er mit rund 1,6 Millionen Euro bezifferte. Dazu gehörten der Abriss der alten Schwimmhalle (70.000 Euro), der Abriss des Freizeitbadgebäudes (400.000 Euro), Buchverluste Anlagenabgänge (970.000 Euro), Abfindungen (60.000 Euro) und Kosten für die Beratung (100.000 Euro).

 

SOCIAL BOOKMARKS