Baugebiet ein Meilenstein für die Stadt
Den Plan des neuen Gewerbegebiets „Obere Brede an der A2“ stellten vor Ort (v. l.) Fachbereichsleiter Thorsten Herbst, Dr. Karl-Uwe Strothmann und Fachbereichsleiterin Brigitte Janz vor.

Das ist die Voraussetzung, um direkt an der Autobahn neue gewerbliche Flächen auf dem Gelände, das eine Gesamtgröße von rund 90 Hektar aufweist, zu schaffen.

„Wir haben dann in unserer Stadt ausreichend Gewerbeflächen für die kommenden Jahrzehnte“, führte Strothmann im Beisein zahlreicher Gäste aus und verwies auch auf die neun Hektar großen Bereiche der insgesamt 34 Hektar großen Gewerbefläche, auf denen sich künftig Industriebetriebe ansiedeln können. Der Anfang jedenfalls ist gemacht.

In den kommenden elf Monaten werden die erforderlichen Kanäle in den Boden gebracht und die für die Verkehrsanbindung wichtige Planstraße gebaut. Diese neue Straße, sie wird 1435 Meter lang sein, wird gleich einen mehrfachen Nutzen haben. Sie schafft nämlich eine direkte Anbindung des neuen Gewerbegebiets „Obere Brede an der A2“ an den Gewerbepark „Grüner Weg“ und damit auch an die nahegelegene Autobahn. „Das wird auch für die Neubeckumer Straße zu einer Verkehrsberuhigung führen“, stellte der Bürgermeister fest. Zudem werde mit dieser Straße auch das Naherholungsgebiet „Freizeitsee Tuttenbrock“ erschlossen.

Nur elf Monate wird es dauern, bis die Baumaßnahme zur Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Obere Brede an der A2“ abgeschlossen ist. „Wenn das Wetter gut bleibt, dann können wir vielleicht sogar schon Weihnachten fertig sein“, zeigte sich Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann optimistisch. Bis es aber soweit ist, gilt es, rund 155 000 Tonnen an Materialien zu bewegen. Allein bei den Oberbodenarbeiten sind es etwa 19 800 Tonnen, bei den Erdbauarbeiten gut 100 000 Tonnen. 30 000 Tonnen Schotter werden verbaut, auf einer Fläche von 11 900 Quadratmetern müssen rund 4300 Tonnen Asphalt aufgetragen werden.

Gut 3500 Meter an Entwässerungskanälen werden unter dem neuen Gewerbegebiet verlegt. Dass in einem Zug auch die gesamte neue „Infrastruktur“ von Gas und Strom bis hin zu Wasser und Telekomleitungen in die Erde gebracht wird, versteht sich von selbst.

Die jetzt begonnene Baumaßnahme kostet rund 2,3 Millionen Euro. Dabei fließen auch Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen in die Püttstadt. Das Land bezuschusst den Bau der verkehrswichtigen Planstraße mit einem Betrag von 995 000 Euro. Darin enthalten ist allerdings bereits der zukünftige Endausbau der neuen Straße. Dieser Straßenendausbau ist im Jahr 2014 vorgesehen.

Das neue Gewerbegebiet hat eine Gesamtgröße von 90 Hektar und bietet auf eine Fläche von 34 Hektar Platz für neue Gewerbebetriebe. Davon können 9,6 Hektar von Industriebetrieben genutzt werden. Die Gesamtfläche befindet sich fast komplett im Eigentum der Stadt Beckum, machte der Bürgermeister deutlich, lediglich für eine Teilfläche seien erst Vorverträge unterschrieben. Hier seien die benötigten Tauschflächen aber bereits vorhanden.

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  StefanW, 12.07.2012 13:31:10
Wie schön, endlich noch ein Gewerbegebiet! Dann kann ja munter zusätzliche Fläche versiegelt werden, die Landschaft rund um Beckum wird weiter verschandelt, ebenso leidet die Wohnqualität der Beckumer. Ein ehrgeiziges Projekt von Politik und Stadtplanern, welches niemand so wirklich braucht. Schade um die Flächen, von denen man einen Teil wenigstens hätte als Biotop gestalten können. Auch die bis dato teils fast unberührte Natur am Tuttenbrocksee, ein wichtiges Rückzugsgebiet für Tiere, sozusagen die letzte Oase inmitten Grevenbrede, Autobahn 2 und Neubeckumer Straße, wird der Zerstörung preisgegeben. Schade, dass im Endeffekt hauptsächlich auf Einnahmen durch Gewerbesteuern abgezielt wird. Das Gebiet ist für immer verloren, eine Wasserskianlage, Event-Zentrum und anderes Unnützes tragen ihren Teil dazu bei...
  Olaf P. , Beckum 12.07.2012 14:59:18
Lieber Stefan, was die Gewerbegebiete betrifft bist du vollkommen auf der richtigen Seite. Und weiter werden die Einfallstraßen nach Beckum schön mit Gewerbeflächen verbaut und verschandelt. Am Ende stehen dort wieder nur leere, verwaiste Hallen. Und die Politik wollte doch gerne ein schönes Bild von Beckum schaffen, wenn man die Stadt betritt (befährt). Beim Tuttenbrock muss ich mich allerdings immer wieder über die Ignoranten wundern, die sich dagegen stemmen. Endlich wird einmal etwas für die Freizeitgestalltung und die Jugend getan, da kommen schon die "möchtegern" Naturschützer aus ihrer Ecke. Hier handelte es sich bisher eher um ein Rückzugsgebiet von Menschenmassen. Rückzugsgebiete und Biotope (Phoenix) haben wir nun wirklich woanders!!
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