Der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs
Bild: Fernkorn
Blickten auf Luthers Wirken zurück und stellten aktuelle Bezüge her: (v. l.) Pfarrer Karsten Dittmann, Propst Rainer B. Irmgedruth, Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Pfarrerin Birgit Schneider.
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Der sehr gut besuchte Festgottesdienst mit Abendmahl wurde von Pfarrerin Birgit Schneider, Pfarrer Karsten Dittmann, dem Posaunen- und Ökumenischen Chor sowie der Doppelpunkt Band gestaltet. Begrüßt wurden die Gottesdienstbesucher vom Posaunenchor, kraftvoll unterstützt von Kantor Sebastian Wewer an der Orgel.

Der Festgottesdienst und Empfang im Gemeindehaus waren Höhepunkt und zugleich Abschluss des 500-jährigen Reformationsjubiläums der evangelischen Gemeinde in Beckum. Im Zeichen der Ökumene hatten auch viele katholische Christen den Weg in die Christuskirche gefunden.

„Ob Luther seine Thesen zum Ablasshandel wirklich am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen hat, lässt sich nicht mehr mit Gewissheit feststellen“, begann Pfarrer Dittmann seine Predigt. Die symbolische Bedeutung dieses Datums aber sei zentral. Die Reformation begann mit der Kritik an kirchlichen Missständen. „Sie erinnert daran, woher wir kommen, und fragen nach der Bedeutung der historischen Ereignisse für unsere Gegenwart“, sagte Pfarrer Dittmann. Die Reformationsgeschichte sei aber auch eine Geschichte von Macht und Gewalt gewesen. „Die Reformation ist daher auch immer eine Mahnung an uns, für den Frieden und Gerechtigkeit zu kämpfen“, beendete Pfarrer Karsten Dittmann seine Predigt.

Der Ökumenische Chor und der Posaunenchor sowie die Doppelpunktband trugen mit ihren musikalischen Vorträgen zum Gelingen des Festgottesdienstes bei.

Beim Empfang im Gemeindehaus begrüßte Pfarrerin Birgit Schneider die Gäste im Namen des Presbyteriums, unter ihnen Propst Rainer B. Irmgedruth und Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann sowie einige Kommunalpolitiker. Schneider bedankte sich bei allen Gemeindemitgliedern, die zum Gelingen der Jubiläumsfeiern beigetragen haben. Propst Rainer B. Irmgedruth gratulierte der Kirchengemeinde zum 500-jährigen Reformationsjubiläum und zur beginnenden Ökumene der christlichen Kirchen, die in Beckum schon große Erfolge zeigt. „Unsere Kirchen sind auch heute noch reformbedürftig, aber uns verbindet heute mehr als uns trennt. So wünsche ich den Beckumer Bürgern, dass wir zukünftig noch mehr gemeinsam feiern“, so Propst Rainer B. Irmgedruth abschließend.

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