Drei Stunden Blues vom Feinsten
Bild: Giebat
Rissen mit ihrem charismatischen Auftritt die Zuhörer mit: Wolfgang „Hilly“ Hillmann (rechts) und Uli Happe.
Bild: Giebat

„Harrani Hurricanes“ aus Herne, „Hill’s Blues“ aus Hamm und das „Chris Kluwe Trio“ aus drei Städten der Umgebung setzten fort, was die Premiere des vorigen Jahrs versprochen hatte: „Mit dem Blues, da geht was in Beckum.“ Und da ging nicht nur was, da rockte der Saal. „Haranni Huricanes“ machten den Auftakt mit dem, was sie „Pott-Blooze’n-Rock“ nennen. In der klassischen Blues-Besetzung Bass, Drums und Guitars gingen sie zur Sache mit meist selbst geschriebenen Stücken.

Bei den „Hill’s Blues On The Rocks“ mischte sich Dieter Kozak an den Keyboards unüberhörbar unter das klassische Trio. Ulli Happe am Bass war zusammen mit Jörg Wilhelm an den Drums nicht nur Rhythmusgeber, mit seinen Improvisationen war er auch gelegentlich der Ideengeber für Wolfgang „Hilly“ Hillmann. Dessen Blues-Stimme war an diesem Abend herausragend. Mit einer dynamischen Bandbreite vom heiseren Wispern bis zur alles durchdringenden Explosion riss er das Publikum mit und zeigte, was Blues bedeutet: Er ist der rockende Ausdruck des vollen Lebens. Die vier Musiker dieses Quartetts sind absolute Könner auf ihren Instrumenten, die sich gegenseitig zu immer neuen Ideen inspirierten. Da ließ der Saal kaum noch Raum für mehr, wenn sie sich klanglich unter der Führung von Wolfgang Hillmann zur vollen Dröhnung vereinten.

Den dritten Teil des Abends bestritt das „Chris Kluwe Trio“. Christian Kluwe, Werner Lütkenhaus und Ralf Gerold sind so etwas wie eine Coverband des Blues. Kluwe zog mit seinem dynamischen Auftritt und seiner wandlungsfähigen Stimme seine Mitspieler mit. Allem Augenschein nach kam ein sachkundiges Publikum ins Stadttheater. In drei Stunden hatte niemand das Theater vorzeitig verlassen. Im Gegenteil, man verlangte noch nach mehr.

SOCIAL BOOKMARKS