Flüchtlinge beenden ihren Hungerstreik
Vor der Flüchtlingsunterkunft am Sudhoferweg: (v. l.) Ralf Bzdok, Dieter Gailus und Herbert Essmeier von der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann.

Zu den Gründen für den Hungerstreik erklärte er, dass eine Reaktion von offizieller Seite auf die aufsehenerregende Aktion ausgeblieben sei.

Am Rande eines Besuchs von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann in der Flüchtlingsunterkunft am Sudhoferweg hatte Herbert Essmeier, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, am Morgen die bisher genannte Zahl von 40 Hungerstreikenden bereits deutlich nach unten korrigiert. Nach Erhebung der sechs in Diensten der Stadt für die Flüchtlinge tätigen Sozialarbeiter seien weniger als zehn Personen beteiligt, wie Essmeier erklärte.

Bürgermeister Strothmann war zum Auftakt seiner Visite ebenfalls auf die Situation der wartenden Asylbegehrenden eingegangen. Die Lage der aktuell rund 650 Flüchtlinge in Beckum unterscheide sich nicht signifikant von der anderer Menschen, die in Deutschland Zuflucht gesucht hätten. Rund 4500 Personen seien es momentan kreisweit, führte Strothmann weiter aus. Von dieser Gruppe sei noch nicht einmal die Hälfte im Asylverfahren. Sicher sei es ein Trugschluss, dass Anhörung und die erhoffte Anerkennung als Asylant in anderen Regionen der Republik schneller vonstatten gehen.

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