Grüne: keine Plakate, dafür Spenden
Bild: Clauser
Bei den Scheckübergaben: Über je 500 Euro freuten sich die Vertreter der beiden Schwimmbad-Fördervereine und von „Frauen helfen Frauen“. Die Grünen spendeten das Geld.
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Ansonsten verzichten die Beckumer Grünen in diesem Wahlkampf auf jegliche Plakatierung. Stattdessen, so berichtet Vorsitzende Angelika Grüttner-Lütke, hat sich der Vorstand entschlossen, das so eingesparte Geld zu spenden. Schecks über je 500 Euro überreichte sie den Vertretern der beiden Schwimmbad-Fördervereine und von „Frauen helfen Frauen“. Für letzteren ist die Zuwendung zweimal so viel wert, weil sie in den Zeitrahmen fällt, in dem die Bethe-Stiftung jeden Euro Spendengeld für den Verein verdoppelt (die „Glocke“ berichtete).

Die von den Grünen bedachten Institutionen zeigten sich über das Geld hoch erfreut. Die gestiftete Summe stammt nicht etwa aus zweckgebundenen öffentlichen Mitteln zur Wahlkampffinanzierung, wie Grüttner-Lütke auf Nachfrage der „Glocke“ betonte. Vielmehr seien die 1500 Euro den Rücklagen der Orts-Grünen entnommen, die sich aus Einzahlungen der Mandatsträger speisen. Die zahlen einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen hier ein. Dass der Verzicht auf Plakate den Grünen beim lokalen Abstimmungsergebnis schaden könnte, glauben die Mitglieder nicht. Sie erkennen nach dem Landtagswahlkampf vom Frühjahr eher eine maues Interesse der Menschen an plakatierten Köpfen und Slogans. Überhaupt, so die Grünen, verlagere sich die politische Auseinandersetzung vor der Wahl zusehens mehr in die sozialen Netzwerke des Internets. Und Kandidatin Marion Schniggendiller? Die ist auch nicht böse darüber, dass ihr Abbild den meisten Beckumern vorenthalten bleibt. „Ich sehe mich sowieso schon überall im Kreis rumhängen“, sagt sie augenzwinkernd.

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