Hilfsmittel erleichtern das Leben
Bild: Himmel
Lesegeräte mit moderner Technik zeigte während der Ausstellung im Neubeckumer DRK-Heim (v. l.) IT-Systemkaufmann Jan Fischer den beiden Organisatoren Karl und Ulrike Pudlich.
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Die beiden Sassenberger haben sich auf die Fahne geschrieben, Menschen mit Sehbehinderungen zu helfen. Seit drei Jahren ist ihre Beratungsstelle „Blickpunkt Auge“ jeden zweiten und vierten Freitag im Monat von 9 bis 12 Uhr im Neubeckumer DRK-Heim an der Gottfried-Polysius-Straße geöffnet.

Ob es um Anträge bei den Ämtern geht, beispielsweise um Blindengeld oder einen Schwerbehindertenausweis, das Ehepaar löst mit Blinden oder denen, die nur noch eingeschränkt sehen können, nahezu alle aus der Erkrankung resultierenden Probleme.

Am Wochenende fand nun auf Initiative der Pudlichs eine Hilfsmittelausstellung in der Beratungsstelle statt. Mitarbeiter von vier Anbietern standen den zahlreichen Gästen Rede und Antwort. Vergrößerungscomputer mit Vorlesefunktion sogar in Fremdsprachen konnten ausprobiert werden, ebenso eine Braille-Zeile, die via USB oder Bluetooth mit dem PC verbunden wird und Bildschirmtexte in Blindenschrift überträgt. Eine Bildschirmtexterkennungsfunktion traf auf viel Interesse, die es ermöglicht, Texte aus grafischen Dokumenten und PDF-Dateien zu lesen. Computer mit einer Hochleistungskamera, stellten selbst Hochglanzbilder und -schriften lesbar dar.

Neben dem großen Spektrum der hoch spezialisierten Lesegeräte stellten Fachberater sprechende Uhren, Blutdruckmessgeräte und Kinderbücher vor. Dass Spiel und Spaß trotz des Handicaps keineswegs auf der Strecke bleiben, wurde am Stand eines Anbieters aus Düren erklärt. Skatspielen in netter Runde ist nämlich wie eh und je möglich, stellten die Sehbehinderten und deren Angehörige erleichtert fest, als sie Karten mit Prägung in Blindenschrift entdeckten ebenso wie spezielle Würfelspiele.

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