Interkommunale Gesamtschule in Sicht
Ein gemeinsamer Gesamtschulstandort Beckum/Ennigerloh ist jetzt im Gespräch.

Mit am Tisch: Vertreter der Behörde, der Nachbarkommune Ennigerloh sowie der Städte Warendorf, Oelde und Sendenhorst. Wie Strothmann am Abend in der Beckumer Ratssitzung erklärte, wurde von Ennigerloher Seite dabei der bereits gestellte Antrag auf Errichtung einer Gesamtschule erläutert. Die Beckumer stellten ihrerseits die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Erhebung zur Erkundung des Elternwillens bezüglich des Angebots an weiterführenden Schulen vor. Dabei, so erinnerte der Bürgermeister, hatte eine nicht unerhebliche Zahl der Befragten für die Gesamtschule votiert.

Gegenstand der Beratung bei der Bezirksregierung war die Erörterung von Alternativen zur Gesamtschulgründung in Ennigerloh, wie Strothmann weiter berichtete. Der Gedanke einer interkommunalen Zusammenarbeit sei dabei erkennbar auf fruchtbaren Boden gefallen. Dabei gehe es darum, die Gymnasien in Beckum und Neubeckum auch bei Gründung einer weiteren Sekundarstufe II zu erhalten. Die Vertreter der Bezirksregierung hätten die weitere Verfolgung des Kooperationsgedankens angeregt. Vorerst sei jedoch geplant, die Fraktionsspitzen aus den Räten in Beckum und Ennigerloh an einen Tisch zu holen, um gemeinsam mit der Schulaufsicht konkretere Perspektiven zu erarbeiten.

Thomas Drewitz, Sprecher der Bezirksregierung, bestätigte gegegenüber der „Glocke“, dass sein Haus die angedachte Zusammenarbeit unterstützen werde. Der Ennigerloher Antrag auf Errichtung einer eigenen Gesamtschule sei „bei weitem nicht ausreichend“ gewesen. Die Schulaufsicht stehe nun bereit, einen gemeinsamen Antrag der Partnerstädte konstruktiv zu begleiten. Sollte der gestellt werden, erfolge eine Prüfung im Benehmen mit dem Schulministerium. Zu Einzelheiten eines möglichen Konzepts hinsichtlich der Standortwahl oder der Verteilung von Schülern kann laut Drewitz zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden. Auch Aussagen zur Beurteilung der Pläne durch die beigeladenen Kommunen konnte er kurz nach dem Gespräch noch nicht machen.

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