Deren Chef Dr. Reinhard Klenke empfing am Freitagmittag die Bürgermeister und die Fraktionsspitzen beider Städte. Im Gespräch wurde deutlich, dass Ennigerloh gute Aussichten hat, eine Gesamtschule genehmigt zu bekommen – alleine ebenso wie als interkommunale Lösung mit Beckum.
Letztere Variante befürwortet nach Strothmanns Worten nicht nur die Schulaufsicht, sondern auch die deutliche Mehrheit der beim Gespräch anwesenden Politiker. Auf Beckumer Seite, so machte Strothmann im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich, sprachen sich außer ihm selbst die Vertreter von SPD, Grünen und FWG für die interkommunale Gesamtschule aus. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP hätten sich demgegenüber zurückhaltend gezeigt und weiteren Beratungsbedarf vor der Entscheidung über Zustimmung oder Ablehnung reklamiert.
Der Bürgermeister erklärte weiter, dass eine Entscheidung über die Beckumer Beteiligung nun kurzfristig fallen müsste. Denn wenn die Weichen in Richtung Kooperation gestellt würden, sollte Beckum von Anfang an, das heißt: mit Beginn des Schuljahres 2012/13, beteiligt sein. Für Strothmann folgt daraus, dass ein entsprechender Beschluss möglichst noch in der Dezember-Ratssitzung fallen sollte. Während ihm die Etablierung eines Gesamtschul-Teilstandorts in Neubeckum als optimale Lösung erscheint, die auch laut RP-Meinung kein Gefährdungspotenzial für die umliegenden Gymnasien in sich berge, erteilt Beckums Bürgermeister der Idee einer Sekundarschul-Gründung eine klare Absage. Denn die ist nach seinen Worten nicht denkbar, ohne massiv in das bestehende System weiterführender Schulen in Beckum einzugreifen. „Die Sekundarschule ginge nur als Gesamt-Beckumer Lösung unter Aufgabe bestehender Schulen“, unterstrich Strothmann mit Blick auf Ketteler- und Realschule.
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