Schüler lernen den Arbeitsalltag kennen
Bild: Krogmeier
Respektvoller Umgang im Leben miteinander war das Motto für Jung und Alt bei der Ausbildung der Altenpflegehelfer. Die Schüler des Fachseminars von Haus Caldenhof in Hamm waren dazu im Beckumer Heinrich-Dormann-Zentrum zu Gast.
Bild: Krogmeier

Die 18 Schüler des Fachseminars für Altenpflege, die ansonsten die Schulbank im Haus Caldenhof in Hamm drücken, schnuppern so in Beckum Praxis-Luft. Im Heinrich-Dormann-Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt werden sie unter dem Motto „Jung und Alt – Respektvoller Umgang im Leben miteinander“ von ihrer Lehrerin Luise Finken mit ihren künftigen Arbeitsbereichen vertraut gemacht. Die Lehrerin für Pflegeberufe ist zugleich Kursusleiterin.

Die 16 Frauen und zwei Männer, die am 1. August die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer in Angriff genommen haben, werden in Theorie und Praxis auf ihre Berufstätigkeit vorbereitet. Am Ende wird für alle eine dreiteilige Abschlussprüfung, das staatliche Examen zum Altenpflegehelfer, stehen.

Für die Schüler, sie sind im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, stehen bei ihrem ersten Praxiseinsatz in Beckum neben den Kontakten zu den Bewohnern besonders die Abläufe in einem Seniorenzentrum im Blickpunkt. Dazu sind zehn Senioren in den Tagesablauf eingebunden, so dass jeder Schüler für einen Schützling verantwortlich ist.

Dass Jung und Alt an diesem Tag sich auch zu einem gemeinsamen Essen einfinden, das ist für alle Beteiligten selbstverständlich. Dafür ist Helga Löffelholz zuständig, die das Projekt begleitet.

„Für unsere Schüler steht im Rahmen ihrer Ausbildung jetzt der erste stationäre Einsatz in einer Einrichtung bevor“, machte Luise Finken im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Daher sei es wichtig, erste Einblicke in den Arbeitsalltag zu gewinnen. Und dass am Ende des Tages diese Eindrücke reflektiert werden, versteht sich von selbst.

Neben dem theoretischen Unterricht in der Schule in Hamm leisten die Schüler übrigens vier ambulante Einsätze. Jeweils sechs Wochen-Einheiten sind sie in der stationären oder ambulanten Pflege tätig, wobei die Praktika unentgeltlich geleistet werden.

Die Lernfelder in der Schule umfassen Bereiche wie zum Beispiel die Grundpflege älterer Menschen, die Biografie der Senioren oder die Kommunikation. Wer übrigens die Prüfung zum Altenpflegehelfer bestanden hat, kann sich anschließend in einer dreijährigen Ausbildung, die zum Abschluss „Altenpfleger“ führt, weiter beweisen.

SOCIAL BOOKMARKS