Nach mehr als 25-jähriger Tätigkeit im Sparkassen-Vorstand, davon 19 Jahre als Vorstandsvorsitzender, stellte Holtrup jetzt das letzte Mal den Jahresbericht für ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr vor. „Wir rechnen mit einem Geschäftsvolumen von rund 780 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung um drei Prozent“, führte er mit Blick auf die Bilanz aus.
„Getragen wurde dieses Wachstum durch das Kundengeschäft“, führte Holtrup aus. So stiegen die Gesamteinlagen der Kunden um 13 Millionen Euro auf 598 Millionen Euro. Allein zwölf Millionen Euro entfielen auf sparkasseneigene Kundeneinlagen. Aufgrund des zur Zeit niedrigen Zinsniveaus wurden von Kunden dabei insbesondere Anlagen mit kurzen Laufzeiten bevorzugt.
Ebenso erfolgreich entwickelte sich das Geschäftsfeld Darlehen und Kredite, machten die Vorstandsmitglieder Dieter Müller und Jürgen Wenning deutlich. Die zunehmende Investitionsneigung zeigte sich in der steigenden Nachfrage nach Unternehmenskrediten und Wohnungsbaufinanzierungen. So wurden 2011 den Kunden insgesamt 96 Millionen Euro neue Kredite und Darlehen zugesagt. Dies entspricht einer Steigerung von zwölf Prozent. Hierdurch wuchsen die Kreditbestände um zwölf Millionen Euro, berichtete das Vorstandsteam.
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„Gerade in einem gesamtwirtschaftlichen schwierigen Umfeld zeigt sich, dass das Geschäftsmodell Sparkasse hervorragend funktioniert“, stellte Wilhelm Holtrup im Gespräch mit der „Glocke“ fest. Anleger und Sparer würden einen soliden und sicheren Hafen suchen, und die Sparkasse stelle diese Mittel den örtlichen Unternehmen, Bauherren und Privatpersonen zur Verfügung. „Das schafft und sichert Arbeitsplätze, bringt Kaufkraft und macht unseren Wirtschafts- und Lebensraum attraktiv“, führte Holtrup aus.
Mehr als zufriedenstellende Ergebnisse seien auch in den Bereichen Bausparen, Versicherungen, Leasing sowie bei der Immobilienvermittlung erreicht worden, wurde deutlich. Die Unsicherheit an den Börsen spiegelte sich auch in den Wertpapierumsätzen der Kunden wider, die sich auf ähnlichem Niveau wie 2010 beliefen.
Einen Anteil an dem erfolgreichen Geschäftsjahr hatte das straffe Kostenmanagement. „Hier liegt das Ergebnis wieder über dem Durchschnitt der westfälisch-lippischen Sparkassen und spiegelt somit die starke Stellung als Marktführer in unserem Geschäftsgebiet wider“, machte Holtrup eine klare Aussage. Diesen Erfolg führte er auf die bewährte Geschäftsphilosophie zurück, in der die ganzheitliche Beratungen der Kunden und Unternehmen im Mittelpunkt stehen.
Holtrup wies auch auf den bevorstehenden Wechsel im Sparkassenvorstand hin. Zum 1. März übernimmt Dieter Müller den Vorsitz. Zusammen mit Vorstand Jürgen Wenning will er an der kundenorientierten Geschäftspolitik festhalten.

