Wohnraum mit vereinten Kräften schaffen
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Wie kann benötigter, bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? Dieser Frage wollen die Beckumer Kommunalpolitiker auf den Grund gehen.
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Dennoch verständigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Demografie sowie des Ausschusses für Inklusion, Frauen, Soziales, Wohnen und Ehrenamt während ihrer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend auf einen Kompromissvorschlag, mit dem man gemeinsam die anstehenden Probleme anpacken will. Zugrunde lagen dieser Entscheidungen zwei Anträge von SPD und CDU, die während der Sitzung im Fachausschuss ausgiebig beraten wurden. Mit einem während einer Sitzungsunterbrechung besprochenen Kompromiss, den neben CDU und SPD auch Grüne, FWG und FDP einstimmig mittrugen, wurde schließlich der Knoten durchschlagen.

Wie von der SPD beantragt sollen nun von der Stadtverwaltung alle öffentlichen und privaten Grundstücksflächen, für die bereits Baurecht besteht und die für den privaten Mietwohnungsbau geeignet sind, zusammengefasst und dem Rat vorgestellt werden. Ziel soll es sein, diese Flächen potenziellen Investoren bekanntzumachen.

Zudem sollen mögliche Investoren auf diese Flächen angesprochen und ihnen die Förderungsmöglichkeiten des sozialen Wohnungsbaus erläutert werden. Grundstückseigentümer und Investoren sollen so zusammengeführt werden, damit neuer Wohnungsbau entstehen kann. Auch hier folgten die beiden Fachausschüsse dem SPD-Antrag. Die Beckumer Wohnungsgesellschaft (BWG) hingegen soll vorerst nicht für den öffentlich geförderten Wohnungsbau reaktiviert werden. Die BWG soll dafür zunächst einmal intern prüfen, was sie in dieser Sache zu leisten in der Lage ist.

Dem Antrag der CDU-Fraktion folgend sprachen sich die Kommunalpolitiker auch dafür aus, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Damit soll vor dem Hintergrund der veränderten Situation auf dem Wohnungsmarkt der zu erwartende Bedarf an neuem Wohnraum analysiert werden. Dabei soll auch geprüft werden, ob der künftige Wohnungsbedarf von privaten Investoren geschaffen werden kann.

Die Kosten für das gewünschte Gutachten wurden mit rund 50 000 Euro beziffert. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, bis zur Ratssitzung in der kommenden Woche einen Deckungsvorschlag zu machen.

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