Blutspender werden zweifache Lebensretter
Bild: Wiengarten
Anja Blez lässt sich regelmäßig anzapfen. Ihre Kinder Lara und Lucy finden das spannend und überhaupt nicht schlimm.
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 „Am Anfang des Jahres kommen immer viele Spender“, wusste der DRK-Aktive Jens Amsbeck aus langjähriger Erfahrung zu berichten. Seit einiger Zeit bringen immer öfter die Eltern ihre Kinder zu den Spende-Terminen mit. Die Verantwortlichen sehen das gern, lernt der Nachwuchs doch so, dass nur ein kleiner Pieks genügt, um Menschen zu retten.

Nach der guten Tat sind die Blutspender zu einem Imbiss eingeladen und auch die Kinder dürfen sich bedienen. Die große Zahl der Spender und die vielen Dötze, die mitgekommen waren, sorgten am Ende dafür, dass das Küchenteam noch einmal los musste, um Nachschub zu besorgen. Dabei hatten die Küchenfeen zuvor großzügig eingekauft. Immerhin lagen 300 Würstchen, fünf Salate, 240 Brötchen, fünf Brote, 60 Eier, fünf Kilogramm Aufschnitt, drei Kilogramm Käse, fünf Kilogramm Tomaten, Mozzarella, Gurken, Joghurt, Nachtischvariationen und andere Leckereien bereit. Auch am Mittwoch kam jeder Spender auf seine Kosten, auch wenn das Angebot an Speisen für ganz kurze Zeit nicht ganz so üppig war. Das Geschirr wurde von fleißigen Helfern anschließend per Hand gespült.

„Blutspender helfen Leukämiepatienten“: Unter dieser Überschrift hatte der DRK-Blutspendedienst am Mittwoch in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellenspenderdatei, gleichzeitig zu einer Typisierung aufgerufen. Dieter Engbersen von der Stefan-Morsch-Stiftung sprach die Spender an und machte auf die zweifache Hilfsmöglichkeit an diesem Tag aufmerksam. Für eine Laboruntersuchung werden acht Millimeter Blut benötigt, das ist ein knapper Fingerhut voll. Das Blut wird zusätzlich, ohne einen weiteren Stich, abgenommen. Die Kosten von 50 Euro trägt ein Sponsor.

„Es läuft gut an“, stellte Dieter Engbersen schnell fest und fügte hinzu: „Blutspender wollen sich eigentlich immer typisieren lassen.“ Viele seien daher bereits im deutschen Zentralregister in Ulm registriert. Jährlich erkranken in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Knochenmark und Blutstammzellen für die Patienten die letzte Chance auf Heilung.

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