Kinder testen Äpfel auf Form und Geschmack
Bild: Wiengarten
Frühstückspause inmitten von Äpfeln: Jugendpfleger Martin Werner betreute die Kinder den ganzen Tag.
Bild: Wiengarten

Zuerst lernten die Mädchen und Jungen die Streuobstwiese mit den verschiedenen Bäumen kennen. Die Familie Seehusen erlaubte es der Gruppe, die reifen Früchte per Leiter oder Apfelpflücker von den Bäumen zu holen. Danach wurde es spannend, denn es sollte eine Apfelbestenliste erstellt werden.

Die Kinder schauten sich jede Sorte an, hatten den Auftrag, den Duft wahrzunehmen und eine Geschmacksprobe zu nehmen. Der Apfel, der vielleicht ein wunderschönes Aussehen hatte, fiel bei manchen Kindern im Geschmackstest durch. Unterschiedlich fiel die Gesamtbeurteilung aus. Die Äpfel mit einer gewissen Süße und Reife waren die Favoriten. Anschließend wurden die Früchte gepresst, so dass es zum Frühstück ein erfrischendes und gesundes Getränk ganz ohne Zuckerzusatz gab. Zeitweise mit dabei war auch Michael Kosmann von der Gemeindeverwaltung. Er interessierte sich für alte Obstbaumsorten, weil er beabsichtigt, in der Gemeinde Obstbäume zu pflanzen, deren Früchte der Allgemeinheit zugänglich sein sollen.

Am Ende des Vormittages wurde damit begonnen, Halbhöhlen für Vögel herzustellen. Mit Andreas Beesten wurden am zweiten Tag Bratäpfel ausgestochen und gefüllt, die später im Jugendtreff in den Backofen kamen und dann mit einer Soße serviert wurden. Die Nisthilfen wurden fertiggestellt, die Kinder durften sägen, bohren und schrauben. Die Kästen konnten die Mädchen und Jungen für den Garten mit nach Hause nehmen.

Dann gab es ein Baumgefühlsspiel. Jeweils zu zweit machten sich die Teilnehmer auf den Weg durch die Obstwiese. Einem Kind wurden die Augen verbunden, das zweite führte es, nun galt es, die Rinde und den Umfang zu ertasten. Später, mit offenen Augen, sollten die Kinder die Bäume wiedererkennen.

Bevor es zum Jugendtreff ging, gab es noch eine pantomimische Darstellung mit dem Titel „Der Apfeldieb“. Weil die Bäume den Mädchen und Jungen ihre Früchte spendeten und als Dank an die Familie Seehusen wurden die Stämme mit schützenden Leimringen versehen.

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