MBB: Mit Aumann AG in die E-Zukunft
Bild: Ebel
Mit E-Mobilität in die Zukunft: Die Aumann-CEOs Rolf Beckhoff (v.l.), Ludger Martinschledde und Sebastian Roll bauen für eine elektrische Zukunft in der Automobilindustrie.
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Seit zwei Jahren bilden die Unternehmen Aumann und MBB Fertigungstechnik gemeinsam eine Anlagenbaugruppe mit Know-how in den Bereichen Wickeltechnik, Montagetechnik, Verbindungstechnik, Drahtlackierung und Werkzeugbau. Um Investoren von dieser Einheit zu überzeugen, öffneten sie ihre Pforten zu den Produktionshallen an beiden Standorten.

„Man muss verstehen und am eigenen Leib erfahren, was hier geschieht. Ich möchte wissen, worin ich mein Geld investiere.“ Gael Faijean, Manager einer Vermögensverwaltungsgesellschaft aus Paris, war einer von 30 Investoren aus ganz Europa, die eine Reise in die westfälische Provinz angetreten hatten. Seit die MBB-Tochter Aumann im Prime-Standard der Börse in Frankfurt notiert ist, haben sich die Besitzstrukturen verändert: Knapp die Hälfte der Konzern-Anteile sollen sich im Streubesitz befinden – sprich in Händen von Investoren.

Um ihnen die Qualität der Produkte zu verdeutlichen, war eine Betriebstour organisiert worden. Am Firmenstandort im ostwestfälischen Espelkamp ging es um Wickeltechnologien, die zur Herstellung von E-Motoren verwendet werden. Co-CEO Ludger Martinschledde beschrieb Aumanns Know-how als „hoch innovativ“ und „führend“.

Aumann und MBB legen den Fokus auf Elektromobilität und möchten in diesem wachsenden Markt ihre Position ausbauen. Eins der Herzstücke des Aumann-Standorts in Espelkamp ist die Produktionshalle für Forschung und Entwicklung, in der mit Kunden zukunftsorientierte Innovationen erdacht, konzipiert und geprüft werden.

In der MBB Fertigungstechnik besichtigten die Investoren die Schweiß- und Montageanlagen, die für die Automobilindustrie hergestellt werden. Eine erfrischende Abwechslung boten die drei angehenden Mechatroniker Henrik Schäffer, Niklas Bäumker und Julian Köster: In drei Wochen konstruierten die Auszubildenden einen Barkeeper-Roboter, der mit einem „Automotive-Cocktail“ überraschte. Insbesondere die Berufe der Mechatroniker und Industriemechaniker sind an beiden Standorten gefragt: Laut Informationen der Geschäftsführung wurden im ersten Halbjahr 100 neue Mitarbeiter angestellt.

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