Mennoniten öffnen Besuchern ihr Bethaus
Bild: Baumjohann
Im Gespräch waren (v. l.) Anna Löwen, Gudrun Kammholz und Winfried Schweikardt beim „Tag der offenen Tür“ im Bethaus der Mennoniten.
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Er nutzte den „Tag der offenen Tür“, zu dem die Gemeinde am Dienstag erstmals eingeladen hatte, um den Glauben der Mennoniten und die Geschichte ihrer in der Reformation entstandenen Glaubensrichtung zu erläutern.

Ein wesentlicher Unterschied zu den Lehren der evangelischen oder der katholischen Kirche besteht in der Taufe: Die Mennoniten lehnen die Kindertaufe ab. Ein Mindest-Taufalter von 18 Jahren hat die Beelener Gemeinde festgelegt, in anderen Mennoniten-Gemeinden kann das durchaus auch anders sein: „Die Gemeinden sind völlig selbstständig, es gibt keinen Dachverband“, machte Peter Löwen in seinem informativen Vortrag deutlich. Einig sind sich die Mennoniten aber darin, dass die Taufe das eigene Bekenntnis des Täuflings zu Jesus Christus voraussetze.

Aber nicht Fragen des Glaubens standen beim „Tag der offenen Tür“ im Bethaus am Vennort im Mittelpunkt. Gerne führten Gemeindeältester Nikolai Harms und weitere Gemeindemitglieder interessierte Besucher durch das Bethaus, beantworteten Fragen und stellten das vielfältige Leben in der Gemeinde vor. „Wir freuen uns, dass unsere Einladung zum ,Tag der offenen Tür‘ so gut angenommen wird“, betonte Harms. Selbstverständlich waren die Besucher auch zu Speis und Trank eingeladen: Bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Schaschlik entwickelten sich viele Gespräche – auch zum Leben in der ehemaligen russischen Heimat.

Natürlich hätten die Mennoniten den Weg aus Russland nach Deutschland in der Hoffnung angetreten, hier einen Neuanfang zu machen und den Glauben endlich völlig unbehindert ausleben zu können, erklärte Peter Löwen in seinem Vortrag. Dabei verschließen die Gläubigen nicht ihre Augen vor der Bedürftigkeit, die es auch in der Axtbachgemeinde gibt und unterstützen beispielsweise regelmäßig den Beelener Warenkorb. Auf Abschottung legt die Gemeinde keinen Wert. „Unsere Türen stehen nicht nur heute jedem Bürger offen“, lädt Gemeindeältester Nikolai Harms ein – zum Beispiel zu den sonntäglichen Gottesdiensten im Bethaus am Vennort 5f.

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