Wirte befürchten weitere Einbußen
Entweder, oder: Raucher müssen sich darauf einstellen, dass sie bald nicht mehr in Kneipen und Gaststätten neben einem Bier auch eine Zigarette genießen können. Den Gastwirten in Beelen macht dies Sorgen.

„Wenn das Rauchverbot kommt, brauche ich das Gasthaus zum Früh- oder Dämmerschoppen gar nicht mehr aufschließen“, klagt Rudolf Bonkamp von der Gaststätte „Zur Postkutsche“. Schon die erste Verordnung, die 2008 in Kraft trat, sorgte bei ihm für Umsatzeinbußen. Der Gastwirt befürchtet, dass eine Verschärfung nun auch die Stammkunden von ihrem Platz an seiner Theke vertreibt.

„So eine Regelung sollte man den Wirten überlassen“

Zu einem gemütlichen Bier gehöre nun mal auch eine Zigarette. „Schon jetzt warten nur 15 Personen, dass ich die Kneipe aufschließe. Und das sind schon deutlich weniger als zuvor“, sagt Bonkamp. „Bald stehen dann nur noch drei oder vier Leute vor der Tür – wenn ich Glück habe.“ Dabei hat der 49-Jährige bereits viel für den Nichtraucherschutz unternommen: Kegelbahn und Restaurant sind rauchfreie Zonen, nur im Thekenbereich stehen noch Aschenbecher. Den Plänen der Landesregierung kann Bonkamp nichts abgewinnen: „So eine Regelung sollte man den Wirten überlassen. Das ist mein Lokal, da hat die Politik nichts zu sagen.“

Gut für das Restaurant, schlecht für Kneipe

Nicht überraschend kommt das Vorhaben der Landesregierung für Matthias Jostkleigrewe. „Nachdem Bayern damit vorweg gegangen ist, war damit zu rechnen“, sagt der Inhaber des Restaurants „Antje & Ich“. Dabei unterscheidet er aber zwischen dem Ess- und dem Kneipenbereich. „Für das Restaurant finde ich es gut, dass eine Regelung gefunden wurde.“ Ärgerlich sei es aber für die Kneipengänger, da die Atmosphäre früher besser gewesen sei. Sehr entspannt blickt dagegen der Inhaber des Imbisses „Haus Rodi“, Thomas Tamm, in die Zukunft. „Mich betrifft das nicht.“ An seiner Tür weise ein Schild bereits auf ein komplettes Rauchverbot hin. „Ich habe mir das Rauchverbot selbst auferlegt“, sagt Tamm. „Wo gegessen wird, wird auch nicht gequalmt.“

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  z z, Beelen 02.02.2012 18:15:00
Drogendealer von anderen Drogen fürchten auch um Ihre Existenz. Ist das ein Grund, alles zu erlauben?? Die Waffenlobby würde es auch begrüßen, wenn in Deutschland jeder eine Waffe tragen dürfte...
  n n, 02.02.2012 18:16:59
Daumen hoch, Herr Tamm
  walter walter, 03.02.2012 02:06:18
Chemieabfälle in den Rhein kippen ist auch billiger und verschafft Wettbewerbsvorteile. Tabakprodukte gehören endlich verboten, da sich viele Raucher einfach an nichts halten und obendrein agressiv sind. Wohnungsbrände, U-Bahnbrände, Waldbrände, Ausraster, Schlägereien und überall der Kippenmüll und Gestank.
  GerdvomPferd, WAF 04.02.2012 10:42:06
Ich bin selber Raucher und verstehe den ganzen Wirbel nicht.Das Rauchen schädlich ist weiss wohl jeder und warum sollte ich dann einen Nichtraucher dazu zwingen den Rauch einzuatmen?Ein Rauchverbot in Kneipen finde ich von daher nicht schlimm,ich kann ja zum Rauchen immer noch nach draußen gehen und im Restaurant möchte ich beim Essen selber auch nicht im Qualm sitzen.Zuhause bei uns wird auch nicht im Haus geraucht,schließlich möchte ich den Muff nicht im ganzen Haus haben,so das meine Kinder das noch miteinatmen müssen.Rauchen tue ich für mich selber und darunter sllen andere nicht noch leiden.Schade nur das einigen Wirten nur Angst um ihr Geld haben.
  GerdvomPferd, WAF 04.02.2012 10:45:05
@zz,Beelen,was hat denn bitteschön jetzt die Waffenlobby hier zu suchen?
  O. j, o 05.02.2012 11:47:12
@Pferd, was hat bitte schön haben giftige Dämpfe in der Luft zu suchen? Hat es schon gewirkt? die Sache mit der Waffen-Lobby soll wohl ein Beispiel dafür sein, das nicht alles gut ist für die Allgemeinheit, was die Profitierenden so alles begrüßen.. Ist doch nicht schwer zu verstehen..
  GerdvomPferd, WAF 05.02.2012 12:12:15
@ O. j, o ,erst lesen-verstehen-und dann erst schreiben!Ich habe mich als Raucher für ein Rauchverbot in Kneipen ausgesprochen.Und bitte nicht persöhnlich werden!
  J.B., Wadersloh 06.02.2012 07:39:58
Dann oute ich mich mal auch: Ich bin ebenfalls Raucher und begrüße das Rauchverbot. Die Regierung soll jetzt mal nicht lange rumzappeln und endlich Nägel mit Köpfen machen. Überall funktioniert das Verbot, nur wieder wir sturen Westfalen müssen meckern....
  M. u, B. 06.02.2012 15:14:08
Rauchen ist nichts anderes als Selbstmord auf Raten. Und rauchen in Gegenwart anderer nichts anderes als erweiterter Suizid auf Raten. Aber Drogen machen gleichgültig, und so handhaben es die Nikotinsüchtigen dann auch.
  Michael Brenner, NRW 06.02.2012 17:32:09
Am meißten meckern und zetern die Nichtraucher hier wohl rum.So wie es aussieht haben ja die hier anwesenden Raucher ja nichts gegen ein Rauchverbot,wie wohl der größte Teil von ihnen.Aber die Nichtraucher müssen ja die Backen aufblasen und Rauchern unterstellen das sie agressiv sind und für Wohnungsbrände, U-Bahnbrände, Waldbrände, Ausraster, Schlägereien und Müll zustängig sind.Aber im gleichem Atemzug unterstellen sie wären gleichgültig,das paßt ja nicht zueinander.Ja was denn nun liebe Nichtraucher?Oder sind es Ex-Raucher die Päpstlicher sind wie der Papst?Deshalb bitte ein Rauchverbot damit die Nichtraucher sich endlich ein neues Feindbild suchen können....Wie wäre es dann mit Hundehaltern?"Hunde sind doch auch alle aggesiv,stinken und hinterlassen überall ihren Dreck."Ironie aus.Übrigens ich bin Nichtraucher!
  z z, Beelen 07.02.2012 11:18:02
Nach Überzeugung vieler Wirte ist es aber so, dass die Raucher etwas gegen das Rauchverbot haben und deshalb nicht mehr ins Gasthaus gehen, wenn sie dort nicht rauchen dürfen. Nur, weil Raucher sich hier nicht äußern, heißt es noch lange nicht, dass ihnen ein Rauchverbot egal ist und sie genau so oft in die Kneipe gehen wie bisher. Und die Gastwirte sind am Puls und wissen genau, wie Ihre Gäste denken. Es sollte meiner Meinung nach jeder Gastwirt selber entscheiden dürfen, ob er nun eine Nichtraucher Kneipe betreibt, oder nicht. Dies sollte am Eingang deutlich für alle ersichtlich sein. So manch einer würde dann auch viel mehr Gäste haben, gerade WEIL er eine Nichraucherkneipe betreibt. Und die Mitarbeiter in den Raucherkneipen müssten Gefahrenzulagen für die hohen Gesundheitsrisiken erhalten, sowie Sonderzulagen für das reinigen der verqualmten Kleidung. Und ein niedrigeres Renteneintrittsalter wegen der geringeren zu erwartenden Lebensdauer. Die Mehrkosten holt sich der Wirt dann über eine Sonderabgabe bei jedem Glas Bier wieder rein. So wird für alle transparent, was das Rauchen die Gesellschaft in Wirklichkeit kostet. ...und wem das alles zu kompliziert ist, der sollte einfach mit einem generellen Rauchverbot einverstanden sein... :-)
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