Auflösung des Sportverbands scheitert
Bild: Schomakers
Vorerst vertagt wurde die Auflösung des Stadtsportverbands Ennigerloh. Die Versammlung war am Dienstagabend nicht beschlussfähig. Das Bild zeigt die Vorstandsmitglieder (v. l.) Daniel Richter, Karsten Hörsing, Heinz Uthmann und Franz-Josef Jungnitz.
Bild: Schomakers

Für einen Auflösungsbeschluss müssen sich zwei Drittel der Stimmberechtigten aussprechen. Von den 48 Stimmberechtigten waren aber nur 9 anwesend. Ein weiterer Versuch, den SSV aufzulösen, soll am Dienstag, 28. November, unternommen werden. Dann reicht eine einfache Mehrheit.

Im März vergangenen Jahres hatte Michael Topmöller das Amt des Vorsitzenden niedergelegt („Die Glocke“ berichtete). Er begründete dies mit seiner Ratsmitgliedschaft. Mandat und Vorsitz des Stadtsportverbands führten dazu, dass er von Beratungen und Abstimmungen zu Sportangelegenheiten wegen Befangenheit ausgeschlossen wurde. Das Hauptaugenmerk seiner ehrenamtlichen Arbeit richte Topmöller auf die Fraktions- und Ratsarbeit, mit der er sich für die Weiterentwicklung von ganz Ennigerloh einsetze. Der Sport sei ein Teil davon, erklärte er damals. Karsten Hörsing übernahm das Amt des Vorsitzenden kommissarisch.

Ersatz für SSV finden

Der SSV hatte ein Gremium gegründet, das mit der Suche nach einem Vorsitzenden beauftragt worden war. Trotz intensiver Bemühungen sei kein Vorsitzender gefunden worden, erklärte Vorstandsmitglied Daniel Richter.

„Man sollte als Ersatz für den Stadtsportverband eine andere Form für die Zusammenarbeit der Vereine finden, um die Interessen des Sports gegenüber der Stadt und dem Rat zu vertreten“, empfahl Richter. Das Netzwerk zwischen den Vereinen solle auf jeden Fall bestehen bleiben, erklärte Oliver Heike (SuS Enniger). Auch für den Vorsitzenden des TSV 95 Ostenfelde, Udo Schmidtke, sei dies wichtig. „Wir wollen geschlossen gegenüber der Stadt auftreten können“, betonte Schmidtke.

Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf befürwortete die Vorschläge. Der Kontakt zu den Sportvereinen sei der Stadt wichtig, betonte der Bürgermeister.

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