CDU-Antrag zur Mosaikschule abgelehnt
Bild: Ludwig
Die Schüler der Mosaikschule in Ennigerloh müssen wie geplant in das Gebäude der Realschule umziehen. Das Vorhaben der CDU-Fraktion, den vor einem Jahr gefassten Beschluss zu kippen, ist im Sozialausschuss gescheitert.
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Es ging um den Antrag der CDU-Fraktion, den vor einem Jahr gefassten Beschluss zum Umzug der Mosaikschule in die Realschule aufzuheben. Er wurde mit vier Ja- und sieben Nein-Stimmen vom Ausschuss abgelehnt. Vorangegangen war eine lebhafte Diskussion.

„Wir würden doch unsere sinnhafte Arbeit der Vergangenheit in Frage stellen, wenn wir den Beschluss jetzt wieder aufheben“, sagte der Fraktionsvorsitzende der FDP, Hans-Henner Eisenhut. Sicher müsse man sich fragen, ob sich so viel Neues ergeben habe, dass der Beschluss anzuzweifeln sei. Beim Umzug der Mosaikschule sei das aber nicht der Fall. Die CDU sieht das anders. „Wir wussten im vergangenen Jahr noch nicht, dass die Umbaukosten gut zwei Millionen betragen“, führte Stephanie Peter (CDU) an. „Daher möchten wir den Beschluss neu aufrollen. Ich glaube, dass viele Bürger in Ennigerloh dafür sind.“ Für diese Worte kam Applaus vom Besucherrang.

Bürgermeister Berthold Lülf (SPD) stellte klar, dass bei Aufheben des Beschlusses ein ergänzender Anbaubedarf an der interkommunalen Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum in Ennigerloh entstehe. Die Kosten dafür bezifferte er auf 1,5 bis 2 Millionen Euro. Die Jahrgänge 5 bis 7 der Gesamtschule sollen laut Beschluss zum Schuljahr 2017/18 Platz in der Mosaikschule finden.

GAL wirft CDU populistische Meinungsmache vor

Sabine Senkbeil, Leiterin der Mosaikschule, stellte sich hinter den Antrag der CDU und kritisierte: „Alle Argumente, die wir gegen einen Umzug vorgebracht haben, wurden nicht ausreichend betrachtet.“ Die Elternschaft sei zudem gar nicht gehört worden. Thomas Kamp-Deister (GAL) warf der CDU vor, dass sie populistische Meinungsmache bei den Eltern betreibe. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Wagner wies darauf hin, dass die Planungsprozesse bereits in vollem Gange seien und Geld kosteten. „Der Zug fährt schon, und wir schmeißen uns davor“, sagte er in Richtung CDU. Nach Ende der Diskussion um Antrag Nummer 33 herrschte direkt Aufbruchstimmung auf dem Besucherrang.

Über weitere Abstimmungen im Sozialausschuss unter anderem zum Wohnungsbau für Flüchtlinge berichtet die „Glocke“ in der Printausgabe am 20. Februar 2016.

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