Moderiert wurde die hochkarätige Diskussionsrunde von Regierungspräsident Dr. Reinhard Klenke und seiner Stellvertreterin Dorothee Feller-Elverfeld, was die Bedeutung des Treffens unterstrich. Nach dem zweistündigen Informationsaustausch stand fest: Ennigerloh kann Standort einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe werden, wenn die Eltern sich dafür entscheiden und ihre Kinder in entsprechend ausreichender Zahl für die neue Gesamtschule anmelden.
Favorisiert wird von der Bezirksregierung darüberhinaus ein interkommunales Projekt, das der Stadt Beckum einen Teilstandort der neuen Gesamtschule zuordnen würde. Sowohl Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf als auch sein Beckumer Amtskollege Dr. Karl-Uwe Strothmann unterstützen dieses Ansinnen über die Stadtgrenzen hinweg und bestätigten unisono nach dem Gespräch im Regierungspräsidium: „Wir befinden uns auf einem guten Weg!“ Durch die interkommunale Zusammenarbeit könnte die neue Gesamtschule auf eine größere Basis gestellt werden.
Die Bürgermeister waren in Begleitung von prominenten Vertretern aller Fraktionen aus den beiden Stadträten nach Münster gefahren. Während die Ennigerloher Kommunalpolitiker einhellig die Gesamtschul-Planung unterstützten, taten sich die Beckumer Bürgervertreter sichtlich schwerer. SPD, FWG und Grüne hätten sich gemeinsam mit dem Bürgermeister für den interkommunalen Weg zur Gesamtschule ausgesprochen, teilte Dr. Karl-Uwe Strothmann im Gespräch mit der „Glocke“ mit, CDU und FDP seien dagegen noch nicht bereit gewesen, „sich zu positionieren“.
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Gelobt wurde die gute Atmosphäre der gestrigen Diskussionsrunde in Münster. Übereinstimmend sprachen Lülf und Dr. Strothmann von einem „sehr sinnvollen, fairen und konstruktiven Gespräch“.

