Haiti-Nothilfe baut Gesundheitszentrum
Thomas Diehl, Arzt für Allgemeinmedizin und Vorsitzender der Haiti-Not-Hilfe Enniger, ist es gelungen, den Bau eines Gesundheitszentrums in Jacmel in Haiti zu planen. Seit vielen Jahren engagiert sich der Mediziner in Haiti. Der Verein betreibt dort seit zehn Jahren ein Waisenhaus und eine Schule.

 Durch eine Kooperation mit der Hochschule Anhalt ist es Thomas Diehl, Arzt für Allgemeinmedizin und Vorsitzender der Haiti-Not-Hilfe, gelungen, den Bau eines Gesundheitszentrums zu planen. Diehl hatte dem Bericht zufolge schon lange den Wunsch, eine Krankenstation zu bauen, da die medizinische Versorgung in Haiti katastrophal ist. Da sei die Anfrage der Hochschule Anhalt, Fachbereich Architektur in Dessau, sehr gelegen gekommen, heißt es. Seit zehn Jahren führt die Hochschule Bauprojekte in verschiedenen Entwicklungsländer durch. Im Internet war sie auf den Verein aus Enniger gestoßen und fragte Thomas Diehl, ob Interesse am Bau eines Gebäudes auf dem Grundstück in Jacmel bestehe. Kurz darauf wurde gemeinsam der Bau einer Krankenstation beschlossen.

Geplantes Gebäude wird erweitert

Bei Recherchen vor Ort im März stellte sich dann heraus, dass der haitianische Staat ein neues Gesundheitsgesetz erlassen hat, das nur noch größere Gesundheitszentren gestattet. Obwohl das Gebäude nun doppelt so groß werden muss, beschlossen alle Beteiligten, an dem Projekt festzuhalten. Das von den Architekturstudenten geplante Gebäude muss nun erweitert und umstrukturiert werden. Gelder für den Bau werden von der Hochschule gesammelt. Die Einrichtungsgegenstände werden gemeinsam angeschafft und im August in einem Container nach Haiti gebracht.

Zwei Ärzte für Projekt gewonnen

In Haiti wurden bereits erste Vorbereitungen getroffen. Die Beschaffung der nötigen Baumaterialien in Haiti und deren Kosten wurden bereits eruiert. Auch zwei Ärzte konnten für das Projekt gewonnen werden. Ein Ingenieur wurde damit beauftragt, das Fundament des Gebäudes bis Ende November zu errichten. Anfang Dezember werden dann 15 Architekturstudenten und Dozenten nach Haiti fliegen, um den Bau des Gesundheitszentrums selbst durchzuführen. Die Fertigstellung ist für April / Mai 2018 vorgesehen.

Kostenlose Behandlungen

Geplant ist es, notwendige Behandlungen für alle Kinder und sehr arme Erwachsene kostenlos anzubieten. Für die kostenlose Behandlung werden dem Bericht zufolge aber dringend Spenden und Paten benötigt.

Weitere Informationen zu dem Hilfsverein gibt es im Internet unter www.haitinothilfe.de.

SOCIAL BOOKMARKS