Kinder pflanzen eine Winterlinde
Bild: Schomakers
Den Baum des Jahres, eine Winterlinde, pflanzten die Kinder des Marienkindergarten und des Drosselnests Enniger fast allein.
Bild: Schomakers

 Der Baum sollte sich zu den übrigen auf dem Stiftungsgelände stehenden Jahresbäumen gesellen. Sofort griffen die Kindergartenkinder zu Schüppe und Sparten. Sie waren von der Baumpflanzaktion so begeistert, dass sie sich nicht einmal helfen ließen. Bürgermeister Berthold Lülf sowie die Spender der Winterlinde, Angelika Laumeier und Hilmar Fröhlig, hätten gern bei der Pflanzung mit angepackt. Doch die Jungen und Mädchen ließen ihnen keine Gelegenheit dazu.

Für die beiden Baumspender ist die Pflanzung der Winterlinde eine gute Sache. Angelika Laumeier erklärte, sie sei mit Blumen groß geworden und beschäftige sich als Floristin auch beruflich mit Pflanzen. Gern gehe sie aber auch durch die Reihen der auf dem Stiftungsgelände gepflanzten Jahresbäume. Für Hilmar Fröhlig ist es wichtig, dass Kinder in den Wald kommen und diesen entdecken. Das machen die Ennigeraner Kindergartenkinder regelmäßig, wie Susanne Muckermann vom Familienzentrum berichtete. Zur Eröffnung sangen die Kinder das Waldlied. Darin wurden viele Tiere, die im Wald leben, besungen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung auch von den Jagdhornbläsern des Hegerings Ostenfelde-Westkirchen.

Seit 2007 pflanzen die Aktiven der Heinz-Reckendrees-Stiftung auf dem Ennigeraner Stiftungsgelände den Baum des Jahres. Der erste war eine Waldkiefer. Für den Stiftungsvorsitzenden Heinz Rüschoff wendet sich die Pflanzung vor allem an nachfolgende Generationen, die die Bäume dann in voller Pracht erleben könnten. Für die Naturpädagogin Sabine Paltrinerie ermöglicht die Stiftung die „tolle Arbeit“ mit Kindern und Jugendlichen. Sie beschrieb die Winterlinde, die schon in der Siegfriedsage genannt wurde. Als Dorflinden seien sie früher beliebte Treffpunkte gewesen, und die Linde sei eine ideale Bienenweide. „Die Linde ist schön, blüht wunderbar und ist als Baum anspruchslos“, betonte die Naturpädagogin in ihre Erklärungen.

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