Lülf: „Der Bürger sollte entscheiden“
Bild: Wille
Im Garten sitzen, die Freizeit genießen – das kann Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf nicht oft. Er ist er viel unterwegs und hat wenig Zeit für Hobbys. Doch wenn er einmal in seinem Garten in Enniger sitzt, genießt er besonders den Blick auf die große Palme, auf die er, wie er im „Glocke“-Gespräch verriet, „besonders stolz“ ist.
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„Die Glocke“: Wenn Sie die vergangenen Monate aus politischer Sicht Revue passieren lassen – welches Thema schießt Ihnen in den Kopf?

Lülf: Freibad. Darüber muss ich nicht lange nachdenken. Das andere Thema ist Schule, Schulinfrastruktur, Schulbau. Das sind die Themen, die mir spontan durch den Kopf gehen.

„Die Glocke“: Sie haben das Thema Freibad gerade schon erwähnt. Was wünschen Sie sich, wie soll es mit dem Bad am Stavernbusch weitergehen?

Lülf: Tja, das ist eine ganz spannende Frage. Wir haben eine Ratsentscheidung getroffen. Diese sah vor, dass das Bad zum Ende der Saison 2015 schließen sollte, und zwar aus haushaltswirtschaftlichen Gründen. Dann hat es ein Kompetenzteam gegeben, das ein Projekt in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes erarbeitet hat. Das ist vom Rat mit Mehrheit abgelehnt worden. Insofern ist meine Vision eines tragfähigen Bades an diesen politischen Klippen zerschellt. Ich bin gespannt, was das jetzt erarbeitete Konzept, das im September vorgestellt wird, zutage fördert. Ich weiß nicht, was drinstehen wird, und ich muss sagen, ich will es auch vor der Sitzung gar nicht wissen. Grundsätzlich bleibe ich dabei, dass der Bürger entscheiden sollte. Aber es liegt nicht in meiner Macht, dies durchzusetzen. Die Entscheidung sollte auf jeden Fall in diesem Jahr getroffen werden. Noch einmal warten, weil jemand einen weiteren Teilaspekt beleuchtet haben will – das wird kaum funktionieren. Ob wir acht bis zehn Millionen Euro für ein Kombibad finanzieren können, möchte ich mit großen Fragezeichen versehen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Samstagsausgabe der „Glocke“ auf der Ennigerloher Lokalseite.

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