Position beziehen für Flüchtlingsrechte
Bild: Fietz
Auf dem Ennigerloher Marktplatz ist am Dienstag die Ausstellung „Asylrecht ist Menschenrecht“ eröffnet worden.
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Sie sind Teil der Ausstellung „Asylrecht ist Menschenrecht“, die eine Kooperation von Pro Asyl, den Gewerkschaften und von Hilfswerken wie Misereor und Brot für die Welt ist. Die Ausstellung, die am Dienstag eröffnet worden ist, wird bis zur Landtagswahl am 14. Mai zu sehen sein. Die Plakate zeichnen den strapaziösen und gefährlichen Weg der Flüchtlinge aus ihren Heimatländern bis nach Europa und Deutschland nach. Sie geben den Schicksalen hinter der anonymen Masse ein Gesicht und präsentieren Informationen zu Asylrecht und politischen Bestimmungen.

Plakate hängen dort, wo Menschen sind

Die Ausstellung hat auf Initiative der Grün-Alternativen Liste (GAL) Ennigerloh einen Platz auf dem Marktplatz bekommen. Der außergewöhnliche Präsentationsort sei leicht zu begründen, erklärte Andrea Hofer von der GAL: „Die Plakate sollten dort hängen, wo die Menschen sind.“ Dies sei vor allem an den Markttagen gegeben. Deshalb stehe dann auch ein Vertreter der GAL dort bereit, um Fragen zur Ausstellung zu beantworten. Außerdem gäbe es die Möglichkeit, bei gezielter Nachfrage die Präsentation speziell für Schulklassen oder Gruppen einzusetzen.

Aufruf: „Position beziehen“

Bei der Eröffnung fand Thomas Kamp-Deister, Referent der Fachstelle Weltkirche im Bistum Münster, deutliche Worte: „Unsere Aufgabe ist es, auch in Ennigerloh deutlich Position zu beziehen und laut für die Menschen und Flüchtlingsrechte einzutreten.“ Jeder Mensch habe das Recht auf ein Leben in Freiheit, Würde und auf Schutz vor Verfolgung, sagte er. Bürgermeister Bertold Lülf betonte: „Das Thema Flucht geht uns alle an.“ Unter Applaus sprach er von der „Gnade des Zufalls des Hineingeborenwerdens in eine heile Welt“, aus der die Verantwortung erwachse, die eigenen moralischen Maßstäbe in die Tat umzusetzen.

Helfer stets gesucht

Ingeborg Pust vom Betreuerkreis für Flüchtlinge betonte, sie schäme sich für die Politik in Europa, die sich so sehr darum bemühe, das Elend in der Welt einfach nur auszusperren. Der Betreuerkreis suche weiterhin ehrenamtliche Helfer und Paten, die die Flüchtlinge im Alltag wie zum Beispiel bei Arztterminen unterstützten. Es gehe vor allem um Kontakt und Sprache. Interessierte können sich bei ihr melden.

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