Rotes Kreuz will Freibad betreiben
Bild: Hahn
Die räumliche Nähe ist bereits gegeben: Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Ennigerloh, hat Interesse bekundet, künftig das Freibad Stavernbusch zu betreiben. Das Bild zeigt das DRK-Heim (l., weißes Gebäude) und das Freibad (r.).
Bild: Hahn

Damit sei ein weiterer Stein für die Öffnung des Freibads in diesem Jahr aus dem Weg geräumt. In der Vorlage für die Sitzung des Betriebsausschusses Eigenbetriebe der Stadt Ennigerloh am 25. Februar sind die Rahmenbedingungen für diese Lösung formuliert. Die Beschlussempfehlung an den Rat lautet, dass das Freibad durch das DRK, Ortsverein Ennigerloh, für die Dauer von fünf Jahren weiterbetrieben werden soll. Dem DRK soll dafür ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 180 000 Euro gewährt werden.

Rat muss endgültig entscheiden

Laut Förderverein kann der Betriebsausschuss am 25. Februar ein positives Zeichen zum Weiterbetrieb des Freibads an den Rat geben. Dieser werde dann in seiner Sitzung am 14. März endgültig entscheiden müssen. Gibt es grünes Licht, dann wird das DRK der Verwaltungsvorlage zufolge die kaufmännische Leitung des Freibads sowie die technische Betreuung der Betriebsanlagen übernehmen.

Zudem wird das DRK demnach die Arbeiten eines Freibadteams – bestehend aus Vertretern des DRK, des Fördervereins und des Kompetenzteams Freibad – koordinieren. Auch die Organisation hauptamtlicher Kräfte soll dann in den Händen des Ennigerloher Roten Kreuzes liegen.

Schwarze Null muss stehen

Bürgermeister Berthold Lülf sieht in seiner Funktion als DRK-Vorsitzender zahlreiche Synergieeffekte, alleine durch die räumliche Anbindung an das Freibad. Das DRK-Heim liegt direkt nebenan. Zudem könne das DRK gesundheitsprophylaktische Veranstaltungen wie Sportangebote für Herz- und Kreislauferkrankungen an das Freibad anbinden. „Wir wollen das Freibad nicht betreiben, um Gewinne zu erzielen, sondern um der Stadt einen Gefallen zu tun“, betonte Lülf. Eine schwarze Null müsse aber schon unter dem Strich stehen.

Der Förderverein Ennigerloher Bäder will den zukünftigen Betreiber des Freibads in jedem Fall unterstützen. In seiner Pressemitteilung weist der Verein darauf hin, dass es seitens der Ennigerloher Bürger die Bereitschaft gebe, wöchentlich im Freibad 237 ehrenamtliche Stunden zu leisten.

Das DRK formuliert als Grundvoraussetzung für die Übernahme des Freibads unter anderem, dass der Kioskbetrieb auf ehrenamtlicher Basis sichergestellt wird, kündigt aber seine Unterstützung an.

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