„Umzug auf Kosten der Sicherheit“
Bild: Wille
Sie sind wütend darüber, wie schnell der Umzug der Mosaikschule in die alte Realschule Zur Windmühle in Ennigerloh über die Bühne gehen musste: (v. l.) Britta Teckentrup, Ilka Wrobel und Ivonne Klein.
Bild: Wille

„Die Ampeln stehen noch nicht. Es ist eine Frechheit“ Viele Eltern denken ähnlich, sind wütend auf die Verwaltung.

„Mein Sohn und meine Tochter haben am letzten Schultag vor den Ferien geweint“, sagt Ivonne Klein. Ihre Kinder seien verunsichert, weil sie das neue Gebäude nicht kennten und bald mit dem Bus zur Schule fahren müssten. „Die Unsicherheit ist für die Kinder das Schlimmste“, bestätigt Britta Teckentrup.

Eltern haben Sicherheitsbedenken

Viele Eltern hätten sich einen Tag der offenen Tür vor dem ersten Schultag gewünscht. „Man hätte sich doch mit dem Umzug bis nach den Weihnachtsferien Zeit lassen können, um alles in Ruhe anzugehen“, meint Britta Teckentrup. Sie kritisiert insbesondere, dass die beiden Ampeln, die im Rahmen des Schulwegsicherungskonzepts empfohlen worden sind, noch nicht aufgebaut wurden. „Da wird am ersten Tag eine Traube Kinder stehen, weil sie nicht wissen, wie sie über die Straße kommen sollen“, sagt Mutter Ilka Wrobel und zeigt in Richtung Kreuzung Cardijnstraße/Mühlenstraße. Dort soll eine der Ampeln aufgebaut werden.

Ein weiterer Punkt, der Eltern und Kinder belastet, ist der Schulweg. Konnte ein Großteil der Mosaikschüler bislang zu Fuß zur Schule an der Ludgerusstraße gehen, müssen diese Jungen und Mädchen ab Montag mit dem Bus fahren oder von den Eltern gebracht werden. Verkehrslotsen gibt es bislang nicht. „Das wird ein totales Verkehrschaos geben. Viele Eltern werden ihre Kinder am ersten Tag zur Schule fahren, und es gibt hier kaum Parkplätze“, befürchtet Britta Teckentrup. „Mein Sohn hat gefragt, ob ich mit ihm im Bus fahre, weil er so unsicher ist und Angst hat“, ergänzt Ilka Wrobel.

„Dürftige Informationen“

Die Eltern waren zwar kurz vor den Herbstferien zu einem Informationsabend von Schule und Stadt eingeladen worden. Dieser war nach Meinung der Mütter aber sehr dürftig, und die Informationen kamen außerdem deutlich zu spät. „Der Abend war total chaotisch, nichts war richtig vorbereitet“, kritisiert Ilka Wrobel. „Einige Eltern sind vor Wut aufgestanden“, erinnert sich Britta Teckentrup.

Die Schule hat die Eltern für den ersten Tag dazu eingeladen, die Kinder zu begleiten und sich die Schule zeigen zu lassen. Dieses Angebot werden wohl viele von ihnen annehmen.

SOCIAL BOOKMARKS